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9. November 2005, 00:00
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A.T. Kearney stellt Garantie in Frage

In Deutschland nutzen rund 60 Prozent der Erwerbstätigen nicht die neuen Möglichkeiten zur privaten und betrieblichen Altersversorgung. Wichtigste Gründe: Die hierzulande weltweit einzigartige Komplexität mit allein zehn Grundvarianten zur Gestaltung der Altersvorsorge. Hinzu kommen komplizierte steuerliche Regelungen und bürokratischer Aufwand. Sie stellen sowohl für den Vertrieb wie auch die Kunden das größte Hindernis dar. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney, Düsseldorf.

?Weder Kunden noch Vertriebsmitarbeiter können mit der Komplexität umgehen. Fast alle Anbieter stellen daher einzelne Angebote in den Vordergrund. Dies entspricht jedoch nicht einer umfassenden und kundengerechten Beratung?, sagt Andreas Pratz, Principal bei A.T. Kearney und Leiter der Untersuchung. Darüber hinaus litten die Kapitalprodukte an einem Performance-Problem. Diese liege insbesondere in der Garantiezinsproblematik und der damit zusammenhängenden Regulierung der Anlagepolitik begründet. Durch ein Abrücken vom Garantiezins entstünden Spielräume für eine flexiblere Anlagepolitik, lautet die Forderung der Unternehmensberatung.

Trotz dieser Defizite sind die Perspektiven im Segment der Altersvorsorge viel versprechend. Größter Wachstumsmarkt wird dabei die betriebliche Altersversorgung sein. ?Dort ist eine Verzehnfachung der Deckungsmittel bis 2030 auf etwa vier Billionen Euro zu erwarten?, sagt Pratz. In der privaten Altersvorsorge dürften sich die Deckungsmittel auf rund drei Billionen Euro verfünffachen ? einschließlich Riester- und Rürup-Produkten.

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