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5. Juli 2005, 00:00
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cash.life: AEG hat LV kaum geschadet

Auch nach den Neuregelungen des Alterseinkünftegesetzes findet rund ein Drittel der 25-65-jährigen Deutschen die Lebensversicherung noch attraktiv. Das ergab eine aktuelle Umfrage des Institutes für Demoskopie Allensbach im Auftrag der cash.life AG, München. Immerhin 44 Prozent der Befragten halten die Lebensversicherung jedoch für nicht mehr interessant und 24 Prozent sind unentschieden. Insgesamt habe der Fall des Steuerprivilegs aber die Wertschätzung der Lebensversicherung weniger geschwächt, als es die unmittelbare Reaktion auf die ungünstigere Steuerregelung vermuten lasse, so die Statistiker aus Allensbach.

Dennoch: Nahezu alle bis dato positiven Urteile haben sich tendenziell abgeschwächt. So ist etwa die Einschätzung, dass Lebensversicherungen gute Kapitalanlagen sind, von 31 auf 27 Prozent gefallen. Im Gegenzug steigt das Ansehen der Rente aus einer Rentenversicherung beziehungsweise einer Lebensversicherung. Sie werden von 51 beziehungsweise 40 Prozent der Bevölkerung als ideale Alterssicherung betrachtet und haben damit im Vorjahresvergleich um fünf und acht Prozent zugelegt.

?Wer glaubte, die Lebensversicherung werde nach dem Wegfall des Steuerprivilegs von der Bildfläche verschwinden, der war wohl zu voreilig”, bewertet Lutz Schroeder, Vorstand der cash.life AG das aktuelle Zahlenmaterial. ?Lebensversicherungen haben sich gewandelt, weg von der Kapitalanlage und hin zum langfristigen Altersvorsorgeprodukt. Da sich die Verbraucher zunehmend intensiver und eigenverantwortlicher mit ihrer privaten Altersvorsorge beschäftigen, verlangen sie auch mehr Informationen.”

So wünschen 32 Prozent der Befragten mehr Angaben zur prognostizierten Ablaufleistung ihrer Police. Das sind sechs Prozent mehr als noch vor einem Jahr. Gleichzeitig halten es 52 Prozent der Befragten es für ?sehr wichtig”, von ihrer Versicherungsgesellschaft auf die Möglichkeit des Policenverkaufes am Zweitmarkt hingewiesen zu werden. ?Im Hinblick auf die Hartz IV-Gesetzgebung wird der Ruf nach Informationen sogar noch lauter?, sagt Schroeder.

80 Prozent der Befragten möchten, dass auch die Arbeitsämter Arbeitslosengeld II-Empfänger auf die lukrativere Liquidierung der Police am Zweitmarkt hinweisen. Dabei kann für Verbraucher bis sieben, in Einzelfällen bis 15 Prozent mehr Geld erlöst werden, als bei Storno über die Versicherungsgesellschaft. Zudem bleibt für Versicherte der Todesfallschutz erhalten. Eventuell anfallende Kapitalertragsteuer und Solidaritätszuschlag gehen auf den Käufer über.

Bei der Frage nach den Gründen für den vorzeitigen Ausstieg aus der Lebensversicherung, gab ein Viertel der Befragten an, so Schulden und Kredite tilgen zu wollen. 16 Prozent führten Arbeitslosigkeit als Grund an, weitere 16 Prozent wollten sich mit dem Geld einen privaten Wunsch (etwa Reise oder Autokauf) ermöglichen. An vierter Stelle wurde mit 15 Prozent der Wunsch genannt, in ein renditestärkeres Investment wechseln zu wollen. Unvorhergesehene Ausgaben müssen von zwölf Prozent gedeckt werden. Elf Prozent müssen ihre Lebensversicherung wegen Scheidung aufgeben.

Bisher wissen allerdings rund 45 Prozent der Lebensversicherungskunden gar nicht, wie sie bei vorzeitigem Abbruch der Lebensversicherungen das meiste Geld bekommen. Nur knapp 14 Prozent nennen in diesem Zusammenhang den Verkauf der Lebensversicherung. 19 Prozent glauben immer noch, dass sie durch beleihen der Police das meiste Geld aus der Lebensversicherung lösen. ?Beliehen kann aber in der Regel nur ein Betrag werden, der niedriger ist als der Rückkaufswert, ” so Schroeder. Dass die Stornierung der Lebensversicherung am Verlustreichsten ist, hat die Mehrheit der Befragten allerdings inzwischen realisiert. Nur noch knapp neun Prozent nennen diese Variante.

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