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15. September 2008, 00:00
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Riester-Renten: Kosten nicht vergleichbar

Auch die Anbieter von Riester-Rentenversicherungen müssen ihre Kunden seit dem 1. Juli über die Abschlusskosten aufklären. Besser vergleichbar sind die Produkte deswegen noch lange nicht, so eine Studie der Universität Leipzig.

Bereits jeder Dritte potenzielle Versicherte verlässt sich nicht nur auf seinen Berater. Die Verbraucher suchen zunehmend selbst nach Vergleichsmaßstäben und Testberichten, hat eine Studie der Autoren, Professor Dr. Thomas Köhne und Professor Dr. Fred Wagner ergeben.

Wenn Kunden jedoch ausschließlich die Kosten vergleichen, können Probleme auftreten: Einige Versicherer geben zum Beispiel die Abschlusskosten als Gesamtsumme an, andere dagegen rechnen diese auf monatliche Zahlungen um. Wer riestern will, sollte generell nicht nur auf die Kosten schauen, raten die Wissenschaftler. Sinnvoller sei dann schon der Vergleich der ausgewiesenen Mindestgarantie-Renten.

Aber auch diese Angabe ist mit Vorsicht zu genießen. Während einige Versicherer zur Berechnung der garantierten Rente nur die Beitragszahlungen und den Garantiezins zugrunde legen, beziehen andere die staatlichen Zulagen ein. Deren Höhe legt jedoch der Gesetzgeber fest. Zudem können die Anbieter nicht garantieren, ob ein Riester-Sparer die Zulagen wirklich beantragt ? rund ein Drittel versäume dies derzeit, so die Studie, die von der HanseMerkur Versicherungsgruppe, Hamburg, in Auftrag gegeben wurde. (hi)

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