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28. März 2008, 00:00
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Versicherungswirtschaft mit schwachem Wachstum in 2007

Die Beitragseinnahmen der 455 Mitgliedsunternehmen des Gesamtverbands Deutscher Versicherer (GDV), Berlin, sind im Jahr 2007 nur um 0,8 Prozent auf 163,2 Milliarden Euro gestiegen.
Das gab der GDV gestern bei der Vorstellung der Branchenzahlen in Berlin bekannt. Das Wachstum im Jahr 2006 hatte noch 2,5 Prozent betragen.

Der Bestand an Basis- und Riesterrentenverträgen ist im abgelaufenen Geschäftsjahr stark gestiegen. 2,1 Millionen neu abgeschlossene Riesterpolicen im Jahr 2008 bedeuten ein Plus von 2,7 Prozent. Die Basis-Rente wurde laut GDV 317.800 Mal verkauft und weist nun einen Bestand von 601.600 Verträgen auf. In diesem Segment erwartet Dr. Maximilian Zimmerer, Vorsitzender des GDV-Hauptausschusses Lebensversicherungen/Pensionsfonds, auch in Zukunft hohes Wachstum.Diesem Wachstum steht allerdings ein Rückgang im Gesamtbereich Lebensversicherungen, Pensionskassen und Pensionsfonds gegenüber. Dort wurden rund 7,9 Millionen Verträge mit einer Beitragssumme von 161 Milliarden Euro neu abgeschlossen. Das entspricht einem Rückgang von 6,4 Prozent bei den Verträgen beziehungsweise von 3,5 Prozent bei der Beitragssumme gegenüber dem Vorjahr. Für die Zahlen machte GDV-Präsident Dr. Bernhard Schareck vor allem das stagnierende Einkommen der privaten Haushalte verantwortlich. Zudem hätten das schwierige Marktumfeld und die hohen Abläufe die Beitragsentwicklung gedämpft.

Die Beitragseinnahmen in der privaten Krankenkasse stiegen um 3,4 Prozent auf 29,5 Milliarden Euro. Für dieses schwache Wachstum zeichnete laut GDV vor allem der im Vorjahresvergleich rückläufige Nettozugang in der Vollversicherung verantwortlich.

In der Schadens- und Unfallversicherung entwickelten sich die Beitragseinnahmen zum zweiten Mal in Folge negativ und sanken in 2007 um 0,4 Prozent auf 54,8 Millionen Euro, so der Verband. Gleichzeitig seien die Leistungen um sieben Prozent auf 42,7 Millionen Euro gestiegen. Der versicherungstechnische Gewinn brach auf 1,6 Milliarden Euro ein. Dieses Ergebnis wurde vor allem durch Orkan ?Kyrill? eingetrübt, der einen Schaden in Höhe von 2,4 Milliarden Euro verursachte. (mo)

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