Anzeige
Anzeige
28. November 2012, 15:15
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Ältere Deutsche: Generationenkonflikt, nein Danke

Deutsche zwischen 65 und 85 Jahren fühlen sich oftmals zehn Jahre jünger als sie sind und legen besonderen Wert auf ihre Gesundheit, deren Erhalt die Basis für einen aktiven und autonomen Lebensstil bildet.

Generationenkonflikt

Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Studie des Instituts für Demoskopie Allensbach im Auftrag des Versicherers Generali Deutschland.

Demnach ist die materielle Situation der 65- bis 85-Jährigen wesentlich besser als noch vor 20 Jahren.

So verfügt diese Bevölkerungsgruppe über ein durchschnittliches Haushaltsnettoeinkommen von knapp 2.200 Euro, wobei mehr als 50 Prozent in ihrer eigenen Immobilie leben.

Diese Rahmenbedingungen erlauben es ihnen, finanziell für ihre Kinder da zu sein. Mehr als jeder Dritte räumt ein, seinen Kindern finanziell unter die Arme zu greifen. Im Durchschnitt fließen monatlich knapp 157 Euro von der älteren zur jüngeren Generation. Demzufolge werden auch keine Generationenkonflikte erwartet – nicht einmal 20 Prozent hegen diesbezüglich Bedenken.

Aktiver und bunter als früher

Die neue Generation der „Best Ager“ führt ein aktives und selbstbestimmtes Leben, in dem Familie, Hobbys und ehrenamtliches Engagement eine große Rolle spielen.

So nutzt die Hälfte aller Frauen zwischen 65 bis 74 Jahren regelmäßig einen Lippenstift, vor 30 Jahren waren es nur 25 Prozent. Fast 50 Prozent der 75- bis 79-Jährigen fahren noch Auto, im Vergleich zum Jahr 1985 eine Steigerung um ganze 40 Prozent.

Letzteres spiegelt den zentralen Wunsch nach Autonomie und einem selbstbestimmten Leben wider. Dazu äußert sich Prof. Dr. Renate Köcher, Geschäftsführerin des Instituts für Demoskopie Allensbach, folgendermaßen: „Sehr eindrucksvoll ist das starke Unabhängigkeitsstreben dieser Generation. Die Erhaltung von Gesundheit und Autonomie ist das zentrale Thema – man will gesund bleiben, um unabhängig zu bleiben.“

Mehr Bildung, mehr Lebenszufriedenheit

Mehrheitlich blicken die 65- bis 85-Jährigen zufrieden auf ihr Leben zurück. Ganze 57 Prozent der älteren Deutschen bewerten auf einer Skala von eins bis zehn ihr Leben mit acht Punkten.

Dabei stellen Bildungsgrad und die Höhe des Einkommens wichtige Einflussfaktoren dar. Ein Mehr von beidem schlägt sich in einem höheren globalen Zufriedenheitsgrad nieder.

Politische Interessenvertretung gewünscht

Die überwiegende Mehrheit der Älteren wünscht sich eine politische Interessenvertretung auf Bundesebene und immerhin noch 51 Prozent hält eine Interessenvertretung auf kommunaler Ebene für wichtig.

Von den über 65-Jährigen erwarten 74 Prozent von der Regierung, die finanzielle Situation ärmerer Senioren zu verbessern. 68 Prozent sehen in der Verringerung der sozialen Unterschiede zwischen Arm und Reich eine Hauptaufgabe der Politik.

Im Rahmen der Generali Altersstudie wurden persönliche Interviews mit über 4.000 ausgewählten Rentnern der Altersgruppe von 65 bis 85 Jahren geführt. (nl)

Foto: Shutterstock

Anzeige

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Münchener Verein baut Eigenkapitalbasis aus

Die Münchener Verein Versicherungsgruppe konnte im Geschäftsjahr 2016 ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von 99,6 Millionen Euro erzielen. Das entspricht einer Steigerung von 5,1 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr.

mehr ...

Immobilien

Die Top Sechs der teuersten und günstigsten Studentenstädte

Nicht alle Studenten leben gerne in WGs, in einigen Hochschulstädten ist das Leben ohne Mitbewohner aber besonders teuer. Immowelt hat untersucht, wo Studenten am teuersten wohnen und in welchen Städten die Mieten besonders niedrig sind.

mehr ...

Investmentfonds

Banken leihen sich von EZB 233,5 Milliarden Euro

Die europäischen Kreditinstitute haben vorerst die letzte Gelegenheit sehr stark genutzt, um sich zum Nullzins Kredite von der EZB zu besorgen. Auch in der Eurozone verdichten sich mittlerweile die Anzeichen für einen strafferen Notenbankkurs.

mehr ...

Berater

Sparkassen im Norden forcieren Online-Banking

Trotz wachsender Belastungen durch die Niedrigzinsen haben die Sparkassen in Schleswig-Holstein 2016 ihren Jahresüberschuss nach Steuern auf 143,2 Millionen Euro steigern können. Das teilt der Sparkassen- und Giroverband für Schleswig-Holstein mit. Um sinkenden Erträgen entgegenzuwirken, wollen die Sparkassen ihr digitales Angebots ausbauen.

mehr ...

Sachwertanlagen

US-Justiz ermittelt gegen Hapag-Lloyd und Møller-Maersk

Sprechen die großen Reedereien im Hinterzimmer ihre Preise ab? US-Behörden haben eine Untersuchung gegen die Branche eingeleitet. Stellung nehmen soll auch der deutsche Container-Riese Hapag Lloyd.

mehr ...

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...