Anzeige
20. Februar 2014, 15:57
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

BdV kritisiert Riester-Deal von Ergo Direkt

Dem Bund der Versicherten (BdV) missfällt es, dass der Direktversicherer Ergo Direkt seinen kompletten Riester-Renten-Bestand verkauft hat. Man sehe derartige Übertragungen sehr skeptisch, da die Versicherten selbst keine Einflussmöglichkeiten hätten, um etwaige Nachteile der Übertragung abzuwenden, teilte der BdV mit.

Axel Kleinlein, Bund der Versicherten

Axel Kleinlein: “Kleine Kollektive führen zu höheren Verwaltungskosten und zu zusätzlichen Sicherheitspuffern in der Kalkulation.”

Bereits mit Wirkung zum Dezember 2013 hatte die Direktversicherungstochter des Ergo-Konzerns alle 6.000 Riester-Verträge auf den Versicherer Hanse Merkur übertragen. “Wir sehen Anzeichen, dass das neue Unternehmen schlechter mit Mitteln für die zukünftige Überschussbeteiligung ausgestattet ist”, kritisiert BdV-Vorstandssprecher Axel Kleinlein.

BdV: Kunden können sich gegen Übertragung nicht wehren

Die Riester-Kunden hätten keine Möglichkeit, dieser Übertragung zu widersprechen oder aus der Übertragung gesonderte Kündigungsrechte abzuleiten, heißt es beim BdV. Dies sei auch dann der Fall, wenn sich die Konditionen beim neuen Unternehmen verschlechtern würden. So habe die Hanse Merkur eine unterdurchschnittliche Ausschüttungsreserve, während die Ergo Direkt hier überdurchschnittlich ausgestattet sei, erklären die Verbraucherschützer und verweisen dazu auf eine Untersuchung der Zeitschrift “Öko-Test”. Für die Kunden bedeute dies tendenziell weniger Gelder für die zukünftigen Überschüsse.

Kritik an kleinen Kollektiven

Darüber hinaus kritisiert BdV-Chef Kleinlein, dass im aktuellen Fall ein mit 6.000 Versicherten vergleichsweise kleines Kollektiv übertragen wurde: “Kleine Kollektive führen zu höheren Verwaltungskosten und zu zusätzlichen Sicherheitspuffern in der Kalkulation.”

Insgesamt werde durch die Übertragung “einige Grundprobleme” der Riester-Rente deutlich, so Kleinlein weiter: “Kleine Bestände und damit hohe Kosten verhindern effiziente Angebote. Das Projekt der Riester-Rente gehört daher insgesamt auf den Prüfstand.” (lk)

Foto: Christof Rieken

Anzeige

2 Kommentare

  1. @ A.B. Keiner mag Meckertanten, jedoch müssen Probleme rechtzeitig angesprochen werden, um sie beheben zu können. Herr Kleinlein übernimmt eine unbeliebte, aber wichtige Hygienefunktion. Was Verbesserungen betrifft: Hier sehe ich die Anbieter und Gesetzgeber in der Pflicht.

    Kommentar von Horst — 25. Februar 2014 @ 08:23

  2. Warum kritisiert Herr Kleionlein alles? Warum erfindet er die Versicherungen nicht neu, so wie sie dem Verbraucher gut tun. Immer nur kritisieren und selbst nichts dazu beitragen. Ich denke da haben wir schon genug in Deutschland.

    Kommentar von A.B. — 24. Februar 2014 @ 09:25

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 4/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Tech-Aktien – Fondspolicen – Baufinanzierung – Frauen in der Finanzberatung

Ab dem 16. März im Handel.

Cash. 3/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Pflegevorsorge - Small Caps - Zinshäuser - Digitalisierung - Honorarberatung - Leadsgewinnung - Nachfolge-Planung

Versicherungen

Websites der Versicherer beliebter als Vergleichsportale

Versicherungskunden ziehen weiterhin die Internetseiten der Versicherungsgesellschaft (zehn Prozent) gegenüber Vergleichsportalen (sieben Prozent) beim Abschluss vor. Dies ist das Ergebnis der Studie “Kundenmonitor e-Assekuranz 2016” des Marktforschungs- und Beratungsinstituts YouGov.

mehr ...

Immobilien

Bauhauptgewerbe verzeichnet besten Jahresstart seit 1996

Das Bauhauptgewerbe startet erfolgreich in 2017, es verzeichnete zuletzt vor über 20 Jahren mehr Auftragseingänge zu Beginn eines Jahres. Im Vergleich zum Vormonat Dezember sind die Aufträge jedoch leicht gesunken.

mehr ...

Investmentfonds

Deutsche Börse tritt auf Kostenbremse

Die Deutsche Börse plant kurzfristig Einsparungen in mindestens zweistelliger Millionenhöhe. Zudem gilt zunächst ein Einstellungsstopp für fast alle Bereiche. Der Konzern reagiert damit auf sinkende Umsätze und das erwartete Scheitern der Fusion mit der London Stock Exchange (LSE).

mehr ...

Berater

Patientenverfügung: BGH präzisiert Anforderungen

Im Einzelfall kann sich die erforderliche Konkretisierung in einer Patientenverfügung auch durch Bezugnahme auf ausreichend spezifizierte Krankheiten oder Behandlungssituationen ergeben – ohne detaillierte Benennung bestimmter ärztlicher Maßnahmen. Das geht aus einem aktuellen Beschluss des Bundesgerichtshofs (BGH) hervor.

mehr ...

Sachwertanlagen

Weitere Ausschüttung für Anleger der Deutschen Finance

Die Geschäftsführung des PPP Privilege Private Partners Fund des Asset Managers Deutsche Finance aus München wird den Anlegern nach einer erfolgreichen Zielfonds-Transaktion für das Geschäftsjahr 2017 eine Vorabausschüttung in Höhe von 15 Prozent vorschlagen.

mehr ...
24.03.2017

Lacuna goes Canada

Recht

LV-Vertrag: Bei Änderung Steuerlast wie bei Neuabschluss

Wird ein Lebensversicherungsvertrag (LV-Vertrag) vor Ablauf der Vertragslaufzeit geändert, ohne dass die Modifikation von vornherein vertraglich vereinbart worden ist, liegt hinsichtlich der Änderungen aus ertragsteuerlicher Perspektive ein neuer Vertrag vor. Dies entschied der Bundesfinanzhof.

mehr ...