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26. November 2015, 12:59
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China: Credimundi sieht steigende Risiken trotz Reformen

Der Kreditversicherer Credimundi bewertet das politische Risiko im Reich der Mitte als gering, im Gegensatz zum Geschäftsrisiko.

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China mit steigenden wirtschaftlichen und politischen Problemen.

Der chinesische Präsident Xi Jinping setzt auf tiefgreifende Reformen gegen das korrupte politische und wirtschaftliche System im Reich der Mitte. Möglich ist dies vor allem durch seine gestärkte Position, denn in den zweieinhalb Jahren seiner Amtszeit gelang es dem Präsidenten, sämtliche Schlüsselfunktionen im Land unter seine Kontrolle zu bringen und die Rolle des Premierministers zu schwächen. Im Zuge seiner Antikorruptionskampagne wurden nicht nur Geschäftsleute, sondern auch zahlreiche hochrangige Parteifunktionäre der Regierungspartei zu Haftstrafen verurteilt.

Jinping will Vertrauen in die Kommunistische Partei stärken

“Im Kampf gegen die Korruption geht es Jinping vor allem darum, das Vertrauen der Bevölkerung in die Kommunistische Partei Chinas zu stärken und so die Legitimität der Partei zu sichern. Denn die Chinesen beobachten das Treiben der erschreckend wohlhabenden Funktionäre schon lange mit Unmut”, sagt Christoph Witte, Deutschland-Direktor des belgischen Kreditversicherers Credimundi.

Soziale Spannungen nehmen zu

Zudem gibt es in China soziale Spannungen, die unter anderem auf schlechte Arbeitsbedingungen und Einkommensungleichheit sowie Umweltschäden und Landenteignungen zurückzuführen sind. Doch auch hier reagiert Jinping, und zwar mit einer Reihe geplanter weiterer Reformen. Diese sehen beispielsweise die Anpassung von Sozialleistungen für Wanderarbeiter an das Niveau urbaner Regionen vor. Der grundsätzlichen innenpolitischen Stabilität Chinas steht allerdings eine Reihe von regionalen Konflikten, wie etwa ethnische Unruhen in Tibet und der autonomen Region Xinjiang, gegenüber.

Quertreiber Hongkong

Und in Hongkong kam es im Rahmen der sogenannten “Regenschirm-Revolution”, die für ein faires allgemeines Wahlrecht eintritt, zu zahlreichen Protesten gegen die pro-chinesische Regierung. Diese Ereignisse könnten auch ein potenzieller Weckruf hinsichtlich der wachsenden Forderungen der chinesischen Mittelklasse nach Bürgerrechten und guter Regierungsführung sein. “Allerdings ist es eher unwahrscheinlich, dass sich die Proteste auf das chinesische Festland ausweiten”, sagt Witte.

Seite zwei: Hohes wirtschaftliches Risiko – trotz vielversprechender Fundamentaldaten

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