Anzeige
Anzeige
29. April 2015, 09:33
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Pflegepolicen: Dem Bedarf nachjagen

Fast jeder zweite Erwerbstätige in Deutschland hat die Sorge, mit den drohenden Kosten für den eigenen Pflegefall überfordert zu sein. Doch bislang zahlt sich dies für die Versicherer nur bedingt aus. Die Branche sucht nach Lösungen.

Pflegebedürftige

Ist der Pflegebedürftige nicht in der Lage, seine Pflege selbst zu finanzieren, zieht der Staat seine Angehörigen zur Zahlung heran. Sind diese nicht vorhanden, bleibt nur noch der Gang zum Sozialamt.

Es sind beunruhigende Zahlen, die Johannes Geyer, Rentenexperte des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), zu berichten hat.

Der Forscher hat in einer großen Studie die Einkommens- und Vermögenssituation von Pflegebedürftigen in Privathaushalten untersucht und mit der übrigen Bevölkerung ab 60 Jahren verglichen.

Prekäre Verhältnisse

Dabei zeigte sich, dass das Vermögen von Pflegebedürftigen erheblich geringer ist als das Vermögen von Personen ohne Pflegebedarf. Vor allem alleinlebende Pflegebedürftige – in der Mehrheit Frauen – leben oftmals in prekären Verhältnissen.

Sie verfügen mit einem mittleren Vermögen (Median) von 3.000 Euro über die geringsten Reserven, während die Vergleichsgruppe Vermögen im Wert von 35.000 Euro besitzt.

“Insbesondere alleinlebende Pflegebedürftige haben vergleichsweise geringe finanzielle Ressourcen, stellen zugleich aber über 40 Prozent aller Pflegehaushalte dar”, weiß Geyer.

Pflegebedürftige

Wer nicht vorsorgt, riskiert, einen erheblichen Teil der Kosten selbst stemmen zu müssen – derzeit bis zu 1.800 Euro.

“Fast 40 Prozent hat kein Vermögen oder Schulden”

Doch auch jene Pflegebedürftige, die nicht allein leben, müssen häufig mit finanziellen Engpässen zurechtkommen, denn im Hinblick auf ihre private Vermögenslage unterscheiden sich Pflegebedürftige und Pflegehaushalte deutlich von der übrigen Bevölkerung, stellte das DIW Berlin fest.

“Die Pflegehaushalte beziehen seltener Kapitaleinkommen und erzielen dabei geringere Erträge. Sie verfügen über ein mittleres Vermögen (Median) von 9.000 Euro im Vergleich zu 60.000 Euro in der übrigen Bevölkerung ab 60 Jahren. Ein nicht unerheblicher Teil, fast 40 Prozent, hat kein Vermögen oder ist verschuldet. In der übrigen Bevölkerung sind dies nur knapp 20 Prozent”, lautet die bittere Erkenntnis der Forscher.

Seite zwei: Schlechtes Gewissen gegenüber der Angehörigen

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 10/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Multi-Asset-Fonds - Digitalisierung - Kfz-Policen - Spezialitätenfonds - Robo Advice - Wohnimmobilien

Ab dem 15. September im Handel

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Versicherungen

Drei-Säulen-Modell in der Altervorsorge genießt hohe Akzeptanz

In der Vergangenheit fanden zahlreiche Debatten über die Altersvorsorge statt. Allerdings setzen viele Bundesbürger bei diesem Thema auf Kontinuität.

mehr ...

Immobilien

Smart Home wird beliebter

Das Leben im “Smart Home” wird zunehmend beliebt, fast zwei Drittel der Deutschen wünschen sich das intelligent gesteuerte Eigenheim.  Das ist ein Ergebnis der Studie “Wohneigentum und Baufinanzierung” des Instituts für Management und Wirtschaftsforschung (IMWF) im Auftrag der PSD Bank Nord.

mehr ...

Investmentfonds

Commerzbank stellt Weichen für erfolgreiche Zukunft

Aktuell steht die Deutsche Bank im Mittelpunkt der Berichterstattung. Dabei wird eine entscheidende Neuausrichtung bei der Commerzbank fast von der Öffentlichkeit übersehen. Der Rademacher-Kommentar

mehr ...

Berater

Betriebliche Krankenversicherung: Gesunder Wettbewerbsvorteil

BKV-Konzepte liegen ganz im Interesse der Arbeitgeber: Ausfallzeiten und Krankenstände können im Idealfall reduziert werden, zusätzlich bieten attraktive Zusatzleistungen gute Argumente im Wettbewerb um die besten Köpfe.

mehr ...

Sachwertanlagen

MPC platziert auch restliche Kapitalerhöhung

Der Asset Manager MPC Münchmeyer Petersen Capital AG wird heute seine am 12. September 2016 beschlossene Kapitalerhöhung erfolgreich abschließen, teilte das Unternehmen mit.

mehr ...

Recht

Massenkündigungen von Bausparverträgen: Nicht nur juristisches Problem

Die niedrigen Zinsen veranlassen viele Bausparkassen zur Kündigung von Bausparverträgen. Die Kündigungswelle wirft nicht nur juristische Fragen auf, sondern hat auch wirtschaftliche Konsequenzen.

mehr ...