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9. April 2015, 12:45
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Crowdsourcing: Versicherungskunden wollen mitreden

Eine große Mehrheit der Bundesbürger wünschen sich, auf die Überarbeitung von Versicherungsprodukten und -dienstleistungen Einfluss nehmen zu können, so eine aktuelle Studie. Das sogenannte Crowdsourcing werde in der Branche allerdings kaum genutzt.

Crowdsourcing: Deutsche fordern Mitsprache bei Versicherungsprodukten

Die große Mehrheit der Bundesbürger wünscht sich, bei der Verbesserung von Versicherungsprodukten mitwirken zu können.

77 Prozent der Deutschen wären begeistert, wenn ihr Versicherer sie in die Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen einbezieht, so die Studie von TNS Infratest im Auftrag des Start-ups Community Life. Das gilt demnach nicht nur für die mit Crowdsourcing vertraute Generation der 14- bis 35-Jährigen, sondern auch für Menschen über 50 Jahre. Das Thema Open Innovation, also die Einbindung externer Kräfte in Innovationsprozesse, sei für die Versicherungswirtschaft allerdings Neuland, so die Studienautoren.

“Die Kunden von heute denken anders. Sie sind gewohnt, sich Produkte nach ihren Wünschen zusammenzustellen und Teil der Wertschöpfungskette zu sein”, meint Claudia Lang, Geschäftsführerin von Community Life. “Versicherern, die Crowdsourcing-Angebote unterbreiten, können bei der Generation Internet erhebliches Vertrauen gewinnen.”

Versicherer sollten Kundenaustausch fördern

Der moderne Kunde habe neben dem Crowdsourcing auch den Wunsch, sich über Versicherungsangelegenheiten auszutauschen und Inhalte zu teilen, heißt es in der Studie. Knapp die Hälfte der Bundesbürger (48 Prozent) möchte sich demnach mit anderen Versicherten zu Vertrags- und Tariffragen kurzschließen. Bei den 14- bis 35-Jähigen sind es sogar 64 Prozent.

“Versicherer können dieses Potenzial nutzen und beispielsweise die eigene Website zur Dialogplattform ausbauen”, sagt Stefan Keck, Geschäftsführer von Community Life. “Für die Versicherungen gibt es kein besseres Kundenbindungsinstrument, als einen zentralen Ort für viele zu schaffen, um Produkte und Service zu verbessern”, so Keck. (jb)

Foto: Shutterstock

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