Anzeige
17. März 2016, 08:58
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Der Freistellungs-TÜV – haben Sie auch wirklich alles geregelt?

Viele Unternehmen gehen davon aus, in ihrer Wertkontenvereinbarung alle Punkte für eine gedachte Freistellung geregelt zu haben. Die ersten Praxisfälle machen jedoch klar, dass wohl doch noch nicht alle Details bedacht wurden.

Gastbeitrag von Katrin Kümmerle, febs Consulting

Freistellung

In der Praxis vielfach vernachlässigt wird die Frage, wie sich eine Freistellung auf eine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung auswirkt.

Während der Freistellungsphase in einem Zeitwertkontenmodell bleibt das Arbeitsverhältnis bestehen. Für den Arbeitnehmer besteht allerdings keine Arbeitspflicht.

Das Gehalt in der Freistellungsphase wird aus dem vom Arbeitnehmer vorher angesparten Guthaben finanziert.

Im Ergebnis hört sich das einfach an: Ein Arbeitnehmer mit einem monatlichen Bruttogehalt in Höhe von 2.500 Euro zahlt beispielsweise im gesamten Jahr 2016 monatlich jeweils 200 Euro ein und beschließt dann, sich im Januar 2017 für einen Monat freistellen zu lassen. In diesem Monat erhält er ein Gehalt (2.400 Euro) aus dem vorher angesparten Guthaben. Soweit so gut, aber…

1) was ist, wenn der Arbeitnehmer am 1. Januar 2017 krank ist?

2) was bedeutet die Freistellung für eine arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung?

3) was ist mit dem Dienstwagen in der Freistellung?

4) was ist, wenn der Arbeitgeber am 27. Dezember 2016 feststellt, dass in der Abteilung des Arbeitnehmers der im Januar in die Freistellung gehen möchte, nunmehr drei von fünf Mitarbeitern krankheitsbedingt länger ausfallen und er deshalb die vereinbarte Freistellung widerrufen möchte?

Zu 1)

In zahlreichen Zeitwertkontenvereinbarungen findet sich folgender Satz “Krankheit während der Freistellung ist unbeachtlich”. Was bedeutet das jetzt für unseren Fall, wenn der Arbeitnehmer am 1. Januar 2017 krank ist und damit zu Beginn und nicht während der Freistellung. Muss man die vereinbarte Freistellung jetzt verschieben, wenn “ja” verschiebt sich die Freistellung dann insgesamt oder wird diese einfach nur verkürzt? Was macht man mit einer möglichen Ersatzarbeitskraft?

Um diese unangenehmen Folgefragen zu vermeiden, empfiehlt es sich in der Zeitwertkonten-Vereinbarung zu formulieren “Krankheit zu Beginn und während der Freistellung ist unbeachtlich”. Damit ist klar, auch wenn der Mitarbeiter am 1. Januar 2017 krank ist, beginnt die Freistellung wie vereinbart. Klar ist aber auch, wenn beide Seiten Arbeitgeber und Arbeitnehmer im Einzelfall etwas anderes wollen, können sie jederzeit etwas anderes vereinbaren.

Seite zwei: Auswirkung einer Freistellung auf die bAV

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Rendite+ 3/2016 "Immobilien"

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Deutschlands beste Wohnimmobilien-Standorte - Marktreport Anlageimmobilien - Aktuelle Baufinanzierungstrends - Mietrecht etc.


Ab dem 1. September im Handel.

Cash. 9/2016

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Brexit - China - Digitalisierung - Offene Immobilienfonds - Berlin - Hitliste Maklerpools

Ab dem 11. August im Handel.

Versicherungen

Presse: Regierung will Haftung bei Betriebsrenten lockern

Mit einer Reform der Betriebsrenten will die Bundesregierung einem Medienbericht zufolge die Haftungsregeln für Unternehmen lockern.

mehr ...

Immobilien

Immoconcept profitiert von steigenden Neubauzahlen

Die Immoconcept Verwaltungsgruppe konnte von den steigenden Bauzahlen von Mehrfamilienhäusern profitieren und ihre Position in der privaten Immobilienverwaltung ausbauen. Mittlerweile betreut die Gruppe mehr als 14.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten mit mehr als 10.000 Eigentümern.

mehr ...

Investmentfonds

Turnaround bei Luxusgüteraktien

Scilla Huang Sun, Managerin des JB Luxury Brands Fund, sieht Licht am Ende des Tunnels bei Aktien von Luxusgüterherstellern. Nach schwierigen Jahren steigt die Zahl der Firmen, die wieder anziehende Wachstumsraten aufweisen.

mehr ...

Berater

Verbraucherstimmung verbessert sich

Die Deutschen sind weiter in Kauflaune – allen Sorgen um Brexit, Flüchtlinge oder Terror zum Trotz. Nach Ansicht von Konsumforschern hat das vor allem einen Grund.

mehr ...

Sachwertanlagen

NordLB: Schiffskrise belastet

Die Norddeutsche Landesbank (NordLB) hat erwartungsgemäß auch zur Jahresmitte 2016 rote Zahlen geschrieben. Die ersten sechs Monate schloss der Konzern mit einem Verlust von 406 Millionen Euro nach Steuern ab. Maßgeblich dafür waren die schlechte Lage an den Schifffahrtsmärkten und die nötige Aufstockung der Risikovorsorge.

mehr ...

Recht

Rechtsfragen zur Digitalisierung, Teil 4: “Technische Kreativität erforderlich”

Bei einer Online-Vertriebsplattform ist es nur schwer nachvollziehbar, ob ein Anleger die Texte aufmerksam liest und versteht. Es ist ungewiss, wie die Rechtsprechung die vermeintlichen Ansprüche eines nichtlesenden Anlegers bewerten wird. Gastbeitrag von Dr. Gunter Reiff, RP Asset Finance Treuhand

mehr ...