Baufinanzierung: Flexibilität ist Trumpf

Die rückläufige Inflation, die gesunkenen Bauzinsen sowie die gefallenen Immobilienpreise sollten das Geschäft im kommenden Jahr wieder ankurbeln, hofft auch Peeters. Die Politik müsse alles in ihrer Macht stehende unternehmen, um den Erwerb von Wohneigentum zu fördern – sei es durch gezielte Förderprogramme oder eine Senkung der Grunderwerbssteuer. „Zum anderen erachten wir es als unbedingt notwendig, den Planungs-, Genehmigungs- und Bauprozess zu vereinfachen. Das gilt auch für die energetischen Aspekte“.

Der Sommer habe schon eine leichte Trendwende gebracht, sieht Jörg Haffner. „November und Dezember waren dann Monate mit einer deutlich verbesserten Nachfrage nach Baufinanzierungen“. Es blieben aber Herausforderungen bestehen. „Das Zinsniveau war bis Ende Oktober noch in Kombination mit den immer noch hohen Immobilienpreisen für viele Interessenten nicht darstellbar. In der Praxis sind die Banken teilweise restriktiver bei der Kreditfreigabe – die Vertriebspartner und unser Team müssen deutlich härter für einen Abschluss arbeiten“.

Der Baufinanzierungsvermittler Interhyp hat sein Portfolio analysieren lassen und jeweils Energieeffizienzklasse, CO2-Emissionen sowie End- und Primärenergiebedarf ermittelt. Demnach hat fast die Hälfte der finanzierten Immobilien Sanierungsbedarf.

Es gebe zwar unterschiedliche Studien mit unterschiedlichen Ergebnissen. Einig seien sich viele Erhebungen darin, dass es Modernisierungen und Sanierungen mindestens in dreistelliger Milliardenhöhe bedarf, um die Ziele aus dem Pariser Klimaabkommen zu erreichen, sagt Thomas Hein. „Auch wir erwarten eine stark steigende Nachfrage nach Modernisierungen und Sanierungen“.
Damit kommen auf die Baufinanzierer neue Aufgaben zu. Insbesondere Käufer von älteren Immobilien benötigen intensive Beratung, zumal die Rahmenbedingungen schwierig sind. Die Fördermöglichkeiten sind vielschichtig und oft zeitlich begrenzt, zudem fehlt es im Bereich energetische Sanierung an Stabilität und Verlässlichkeit seitens der Politik. „Deshalb setzen wir uns fortlaufend mit den fachlichen Anforderungen sowie den gesetzlichen Grundlagen auseinander“, so Breitkopf.

Lesen Sie hier, wie es weitergeht.

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