Anlageprodukte für digitale Vermögenswerte haben in der vergangenen Woche Zuflüsse von 1,4 Milliarden US-Dollar verbucht. Es ist die dritte Woche in Folge mit positiven Mittelbewegungen und zugleich der stärkste Wochenwert seit Januar. Das verwaltete Vermögen liegt damit bei 155 Milliarden US-Dollar. Die Zuflüsse entsprechen 0,91 Prozent des gesamten AuM und markieren die höchste wöchentliche Intensität seit Jahresbeginn.
Als Treiber nennt die Mitteilung die anhaltende Erholung der Risikobereitschaft. Unterstützt worden sei diese durch Gespräche über eine Verlängerung des Waffenstillstands zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran sowie durch den zwischenzeitlichen Anstieg von Bitcoin auf mehr als 76.000 US-Dollar zur Wochenmitte. Das war laut Mitteilung der höchste Stand seit dem Kurseinbruch im Februar.
Makrodaten spielten am Markt dagegen offenbar nur eine untergeordnete Rolle. Die Inflationsdaten für März mit 3,3 Prozent im Jahresvergleich seien weitgehend ignoriert worden. Die Kerninflation von 2,6 Prozent wertet die Mitteilung als moderat und eher angebotsgetrieben als als Zeichen eines breit angelegten Inflationsimpulses.
Bitcoin und Ethereum treiben die Zuflüsse
Regional entfällt der größte Teil der Zuflüsse auf die USA. Dort summierten sich die Mittelbewegungen auf 1,5 Milliarden US-Dollar. Deutschland verzeichnete Zuflüsse von 28 Millionen US-Dollar. Auffällig ist dagegen die Schweiz: Dort kam es zu Abflüssen von 138 Millionen US-Dollar. Das ist der höchste Abfluss seit November und eine klare Abweichung vom insgesamt risikofreundlichen Marktbild.
Bei den einzelnen Anlageklassen bleibt Bitcoin das dominierende Produkt. Auf Bitcoin entfallen Zuflüsse von 1,116 Milliarden US-Dollar, womit sich der Wert seit Jahresbeginn auf 3,1 Milliarden US-Dollar erhöht. Der Sprung über 76.000 US-Dollar gilt dabei als wichtige technische Marke nach rund zwei Monaten seitwärts gerichteter Kursbewegung. Parallel verzeichneten Short-Bitcoin-Produkte moderate Zuflüsse von 1,4 Millionen US-Dollar, was auf eine weiterhin vorhandene, aber begrenzte Absicherungsnachfrage hindeutet.
Auch Ethereum setzte seine Erholung fort. Die Produkte zogen 328 Millionen US-Dollar an und erreichten damit die stärkste Woche seit Januar. Seit Jahresbeginn summieren sich die Zuflüsse damit auf 197 Millionen US-Dollar. Andere große Altcoins entwickelten sich schwächer: XRP verbuchte Abflüsse von 56 Millionen US-Dollar, bei Solana lagen sie bei 2,3 Millionen US-Dollar.














