Bitcoin ist von der Marke von rund 73.000 Dollar Anfang Juni abgefallen und pendelt aktuell um die Marke von 61.000 Dollar. Dies ist eine psychologisch und mathematisch kritische Untergrenze, an der sich entscheidet, ob der Markt stabil bleibt. Nach oben hin ist der aktuelle Spielraum allerdings ebenfalls gedeckelt: Bei rund 78.500 Dollar liegt eine massive Hürde, weil dort der langfristige Jahres-Kurstrend verläuft und viele Kurzzeit-Anleger erst ab diesem Niveau wieder in die Gewinnzone kommen und verkaufen dürften. Dennoch spricht das Fundament im Hintergrund gegen einen dauerhaften Absturz.
Der entscheidende Unterschied zu früheren Abwärtszyklen von Bitcoin: Die Volatilität ist mit 39 % nur halb so hoch wie an früheren Tiefpunkten (65–78 %). Auch der aktuelle Kursrückgang von 51 % gegenüber des Allzeithochs fällt deutlich milder aus als die Einbrüche von 77–84 % in den Jahren 2018 und 2022. Zudem agiert das langfristige Kapital weiterhin aus einer Position der Stärke: Während der Bitcoin-Kurs unter den Einstandspreisen von Kurzzeit-Anlegern (~76.000 Dollar) liegt, notiert er stabil über den historischen Kaufkursen von Langzeit-Haltern (~49.000 Dollar).
Wie geht es voraussichtlich weiter?
Zwar könnten makroökonomische Unsicherheiten und konkurrierende Tech-IPOs (im Bereich KI und Raumfahrt) im Sommer den Kurs noch einige Monate seitwärts bewegen. Doch dank neuer Liquiditätskanäle wie Krypto-ETFs und direkter Bitcoin-Investitionen von Unternehmen dürfte der Bodenbildungsprozess diesmal kürzer und flacher verlaufen. Sobald sich das makroökonomische Umfeld aufhellt, steht Bitcoin vor einer dynamischen Erholung.
Autor Maximiliaan Michielsen ist Investment Strategist bei 21Shares.













