Denkmalimmobilien: Gefragter Klassiker

Bei den Anlegern stehen Denkmalimmobilien derzeit hoch im Kurs, auch weil sie das Investment in Immobilien mit Steuervorteilen kombinieren. Allerdings ist das Angebot knapp und Erwerber sollten wichtige Kriterien für den langfristigen Erfolg beachten.

Eiswerder Wohnen im Denkmal
Eiswerder: Wie hier mit den „West Village Lofts“ werden Projektentwickler immer häufiger auch in kleinen Standorten tätig.

Die Nachfrage nach Wohnimmobilien ist in einer Hochphase: Auch in 2017 kauften deutsche und internationale Investoren in großem Stil Wohnungen in Deutschland. Nach Angaben von BNP Paribas Real Estate investierten sie im vergangenen Jahr rund 14 Milliarden Euro in Bestände ab 30 Wohneinheiten.

Bei den Bundesbürgern steht der Kauf einer Wohnung oder eines Hauses ebenfalls hoch im Kurs. In Zeiten niedriger Zinsen für viele alternative Anlageformen gilt vielen das Eigenheim als beste Altersvorsorge.

Auch Denkmalimmobilien sind insbesondere bei privaten Kapitalanlegern stark gefragt, gelten sie doch als Klassiker der Immobilienanlage, da sie neben Mieteinnahmen auch hohe Steuervorteile bieten.

Steuervorteile steigern Interesse

Die Anbieter verzeichnen in den vergangenen Jahren einen sprunghaften Anstieg des Interesses. Der Andrang der Käufer hat auch 2017 geprägt und setzt sich weiter fort.

„Die Nachfrage von Kapitalanlegern nach Denkmalschutzobjekten ist sehr hoch. Die Motivation liegt auf der einen Seite darin, aus ersparten Steuern nachhaltig Vermögen aufzubauen, mehr und mehr aber auch darin, Geldvermögen in Sachwerten zu sichern“, sagt Josef Schnocklake, Vertriebsleiter des Nürnberger Projektentwicklers Terraplan.

„Die Grundparameter haben sich nicht verändert“, bestätigt Jörg Walter, Geschäftsführer der IVM Gesellschaft für Innovatives Vertriebsmarketing, die als Exklusivvertrieb für den Projektentwickler Thamm & Partner agiert.

Nachfrage übersteigt Angebot

Niedrige Zinsen und weiterhin hohe steuerliche Abschreibungen würden die Nachfrage nach Denkmalimmobilien auch in 2018 hochhalten. Auch der Charme historischer Architektur und die meist gewachsene Infrastruktur tragen laut Walter zur Attraktivität dieser Objekte bei.

Während die Nachfrage der Anleger zunimmt, entstehen jedoch beim Angebot bereits Engpässe, da etwa in Berlin ein Großteil der historischen Wohnhäuser bereits saniert ist.

„Die außergewöhnlich hohe Nachfrage nach denkmalgeschützten Immobilien in den vergangenen Jahren hat dazu geführt, dass insbesondere in den westlichen Bundesländern sowie in Metropolen kaum noch interessante Denkmalschutzobjekte zu kaufen sind. Dieses Marktsegment hat sich rasant verknappt“, berichtet Theodor J. Tantzen, Vorstand der Prinz von Preussen Grundbesitz AG, Bonn.

Seite zwei: Berlin ist leergekauft

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