Fortino Capital schließt dritten Private-Equity-Fonds mit 700 Millionen Euro

Foto: PantherMedia / 3DPavel

Fortino Capital hat seinen dritten Private-Equity-Fonds deutlich überzeichnet geschlossen und 700 Millionen Euro eingesammelt. Das Kapital soll vor allem in etablierte B2B-SaaS-Unternehmen in der Benelux- und DACH-Region fließen. Ein Schwerpunkt liegt auf dem deutschsprachigen Markt.

Der Investment Manager Fortino Capital hat seinen dritten Private-Equity-Fonds „Fortino PE III“ mit Kapitalzusagen von 700 Millionen Euro geschlossen. Der Fonds lag damit deutlich über dem ursprünglich anvisierten Zielvolumen von 600 Millionen Euro, teilt das Unternehmen mit. Ein wesentlicher Teil des Kapitals ist für neue Investments im deutschsprachigen Raum vorgesehen.


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Mit dem neuen Fonds setzt Fortino seine bestehende Investmentstrategie fort und beteiligt sich an etablierten B2B-Softwareunternehmen, deren Lösungen auf geschäftskritische Prozesse ausgerichtet sind. Die Nachfrage nach dem Fonds kam sowohl von bestehenden Investoren als auch von neuen institutionellen Anlegern aus Europa und den USA, darunter Banken, Beratungsunternehmen, Stiftungen, Family Offices, Pensionskassen und staatliche Fonds.

Das Fondsvolumen liegt um 85 Prozent über dem des Vorgängerfonds und erweitert den finanziellen Spielraum für neue Transaktionen deutlich. Philipp Remy, Partner bei Fortino Capital, sagt: „Künstliche Intelligenz verändert die B2B-SaaS-Landschaft fundamental und treibt einen Marktübergang voran: weg von klassischen SaaS-Produkten hin zu deutlich leistungsfähigeren, agentischen KI-Lösungen, die operative Effizienz steigern.“ B2B-SaaS steht für „Software as a Service“ für Geschäftskunden.

Fokus auf Wachstum im DACH-Markt

Fortinos bisherige Aktivitäten im deutschsprachigen Raum spiegeln sich in mehreren Transaktionen wider. Dazu zählen der Exit des deutschen Softwareanbieters Symbio aus dem Fonds PE II sowie die Beteiligung an Simcon. Aus dem aktuellen Fonds PE III wurden bereits Investitionen in Mehrwerk, einen Anbieter von Process-Intelligence-Software, sowie in Modell Aachen und Orgavision im Bereich interaktiver Managementsysteme getätigt.

Parallel dazu baut Fortino den Angaben zufolge seine Venture-Capital-Aktivitäten weiter aus. Der Fonds „Fortino Venture III“ verzeichnete im April 2025 seinen First Close und richtet sich auf (Pre)-Seed- bis Series-A-Investments in B2B-SaaS- und KI-Unternehmen. Fortino Venture III knüpft an die bisherigen Fonds an und soll die frühe Wachstumsphase junger Softwareunternehmen begleiten.

Sechs Fonds und über 1,5 Milliarden Euro Kapital

Insgesamt verwaltet Fortino Capital derzeit sechs Fonds in den Bereichen Private Equity und Venture Capital. Seit der Gründung im Jahr 2012 hat das Unternehmen nach eigenen Angaben mehr als 1,5 Milliarden Euro bei Investoren eingeworben. Bislang hat Fortino demnach in 76 Unternehmen investiert und 28 Exits realisiert.

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