Insolvenzwelle Deutschland: Allianz Trade erwartet weiter hohe Zahlen

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Ein halb heruntergelassener Rollladen vor einem dunklen, leeren Schaufenster in einer Fußgängerzone, an dessen Glastür ein unleserlicher Zettel klebt.
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Im ersten Halbjahr 2026 zählte das Statistische Bundesamt bereits 12.812 Unternehmensinsolvenzen - ein Anstieg von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die Insolvenzwelle in Deutschland hält an: Allianz Trade rechnet für 2026 und 2027 mit je rund 25.900 Unternehmensinsolvenzen - so viele wie zuletzt 2013. Besonders betroffen sind Transport, Bau und das Gastgewerbe. Eine Entspannung erwartet der Kreditversicherer erst für 2028.

Die Insolvenzwelle in Deutschland hält an: Der Kreditversicherer Allianz Trade erwartet für 2026 und 2027 jeweils rund 25.900 Unternehmensinsolvenzen. Einen vergleichbaren Höchststand verzeichnete Deutschland zuletzt im Jahr 2013, als die europäische Schuldenkrise allmählich abklang. Eine spürbare Entspannung ist nach Einschätzung der Allianz-Tochter allerdings erst für 2028 in Sicht.

Insolvenzwelle Deutschland: Gründe und betroffene Branchen

Allianz-Trade-Deutschlandchef Milo Bogaerts sieht für das kommende Jahr keine Erleichterung. Als Gründe nennt er den schwelenden Iran-Krieg, die schwache Konjunktur und den Mangel an Fachkräften. Zudem leiden viele Unternehmen unter hohen Betriebskosten.

„Besonders betroffen sind Transport und Logistik, Bau, Gastgewerbe sowie die Automobil- und Maschinenbauindustrie“, sagt Bogaerts.

Unternehmensinsolvenzen in Deutschland steigen seit Jahren

Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland steigt bereits seit mehreren Jahren an. Das Statistische Bundesamt zählte 2025 insgesamt 24.064 Fälle, nach 21.812 im Jahr davor und 17.814 im Jahr 2023.

Im ersten Halbjahr 2026 registrierten die Statistiker zudem 12.812 Unternehmensinsolvenzen. Das entspricht einem Anstieg von 6,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Für das Gesamtjahr rechnet Allianz Trade mit einem Plus von acht Prozent.


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JahrUnternehmensinsolvenzenStatus
202317.814Ist
202421.812Ist
202524.064Ist
202625.900Prognose
202725.900Prognose
202824.600Prognose
Quelle: Statistisches Bundesamt, Allianz Trade

Galeria, Kodi und Varta: Bekannte Insolvenzfälle

Zuletzt machten unter anderem der Zusammenbruch der Warenhauskette Galeria, des Discounters Kodi und des Batterieherstellers Varta Schlagzeilen. Die drei Fälle stehen beispielhaft für die anhaltende Insolvenzwelle in der deutschen Wirtschaft.

Entspannung bei den Insolvenzen erst 2028

Für 2028 rechnet Allianz Trade mit einer Trendwende. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen in Deutschland soll um fünf Prozent auf 24.600 Fälle zurückgehen. Als Grund nennt der Kreditversicherer die Konjunkturmaßnahmen der Bundesregierung, deren Wirkung bis dahin stärker greifen könnte.

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