Interhyp: Bauzinsen bleiben auf hohem Niveau stabil

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Ein Paar steht im Abendlicht mit Finanzierungsmappe vor einem Einfamilienhaus mit Verkaufsschild.
KI-generiertes Bild (OpenAI)
Eigenkapital und die richtige Tilgungsrate entscheiden derzeit oft stärker über die monatliche Belastung als der Zinssatz allein.

Die Bauzinsen aktuell liegen laut Interhyp bei rund 4,4 Prozent für zehnjährige Darlehen. Kurzfristig rechnet das Bankenpanel überwiegend mit stabilen Zinsen, langfristig gehen die Einschätzungen auseinander. Was das für Kaufinteressierte bedeutet und welche Rolle Eigenkapital jetzt spielt.

Die Bauzinsen aktuell bleiben auf hohem Niveau. Laut dem aktuellen Zins-Update der Interhyp AG kosten zehnjährige Baudarlehen im Schnitt rund 4,4 Prozent. Daran dürfte sich auch in den kommenden Wochen wenig ändern, wie die monatliche Umfrage des Interhyp-Bankenpanels zeigt.

„Solange sich die Lage rund um den Iran-Konflikt nicht beruhigt, ist nicht mit einem substanziellen Rückgang bei den Bauzinsen zu rechnen. Und auf eine Entspannung in Nahost deutet gerade wenig hin“, sagt Ingo Foitzik, Vertriebsvorstand der Interhyp AG. Kaufinteressierte sollten deshalb mit dem aktuellen Zinsniveau kalkulieren, rät er.

Bankenpanel erwartet bei den Bauzinsen aktuell eine Seitwärtsbewegung

Für die kommenden ein bis zwei Monate rechnen 80 Prozent der vom Interhyp-Bankenpanel befragten Institute mit gleichbleibenden Konditionen. Fallende Zinsen erwarten 20 Prozent. Einen kurzfristigen Anstieg hält dagegen keines der Panel-Mitglieder für wahrscheinlich.

Ein Teilnehmer des Bankenpanels begründet das damit, dass die Finanzmärkte inzwischen bis zu vier Zinserhöhungen der Europäischen Zentralbank eingepreist hätten. Tatsächlich werde die EZB voraussichtlich deutlich weniger Zinsschritte liefern, so die Einschätzung aus dem Panel.

Langfristig bleibt die Richtung beim Bauzins offen

Auf längere Sicht fällt das Bild uneinheitlicher aus. 60 Prozent der Institute rechnen mit sinkenden Bauzinsen, 40 Prozent erwarten einen weiteren Anstieg. Eine klare Tendenz zeichnet sich damit derzeit nicht ab.

Ein weiterer Panel-Teilnehmer verweist auf anhaltende Belastungen bei den Anleiherenditen im Euroraum und damit bei den Baufinanzierungszinsen. In vielen Staaten seien die Haushaltsdefizite zu hoch, ohne dass notwendige Korrekturen absehbar seien. Deshalb dominierten nach dieser Einschätzung eher Aufwärtsrisiken.


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ZeithorizontSteigende ZinsenGleichbleibende ZinsenFallende Zinsen
Kurzfristig (ein bis zwei Monate)null Prozent80 Prozent20 Prozent
Langfristig40 Prozent-60 Prozent

Zinsbindung, Tilgung und Fördermittel beeinflussen die Rate mit

„Zinsen sind ein wichtiger Bestandteil einer Finanzierung, aber eben nur einer“, sagt Foitzik. „Auch die gewählte Tilgungsrate, die Zinsbindungsdauer oder die Einbindung von Fördermitteln haben einen Einfluss auf die monatliche Rate.“ Kaufinteressierte sollten deshalb die gesamte Finanzierung betrachten und nicht allein auf den Zinssatz schauen.

Was Kaufinteressierte angesichts der Bauzinsen aktuell tun können

Angesichts der Marktlage lohnt es sich, Kaufpreise zu verhandeln. Insbesondere bei Bestandsimmobilien sind derzeit Preisabschläge möglich. Zudem sollten Kaufinteressierte möglichst viel Eigenkapital einbringen. Je höher der Eigenkapitalanteil, desto geringer das Risiko für die Bank. Entsprechend günstiger fällt in der Regel der angebotene Zinssatz aus.

Vorgezogene Erbschaften oder kleinere Schenkungen können dabei helfen, den Eigenkapitalanteil zu erhöhen. Ein Gespräch mit Eltern oder anderen Verwandten über eine finanzielle Unterstützung kann sich daher lohnen, bevor Kaufinteressierte eine Finanzierung abschließen.

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