Wohnungsbau auf Rekordtief: 206.600 Fertigstellungen – der schwächste Wert seit 2012

Wohnungsneubau
Foto: Jakob Kamender - stock.adobe.com
2025 wurden nur 206.600 Wohnungen fertiggestellt – Tiefstand seit 2012.

Im Jahr 2025 wurden in Deutschland nur 206.600 Wohnungen fertiggestellt – so wenige wie seit 2012 nicht mehr. Überbelegung, einbrechendes Geschäftsklima und Jobverluste in der Branche zeichnen ein düsteres Bild. Was der BFW von der Politik fordert.

Der BFW Bundesverband Freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen bewertet die aktuellen, historisch niedrigen Baufertigstellungszahlen des Statistischen Bundesamtes: Insgesamt wurden nur 206 600 Wohnungen fertiggestellt – das ist der niedrigste Wert seit 2012. 

„Die Fertigstellungszahlen beim Wohnungsbau sind Gradmesser für den Erfolg des Landes insgesamt. Denn die Wertschöpfung beim Wohnungsbau findet komplett inländisch statt. Ohne ausreichend Wohnungsneubau fehlt das Fundament für Wachstum. Wenn Häuser und Wohnungen fehlen, dann ist das ein knallharter Standortnachteil. Die Leute, die am Wachstum arbeiten sollen, können nirgendwo in den Metropolen eine bezahlbare Unterkunft finden“, betont BFW-Präsident Dirk Salewski in Berlin.

„Es geht nicht um Schwarzmalerei, aber eben auch nicht ums Schönreden: Im Jahr 2025 wurden in Deutschland 206 600 Wohnungen gebaut. Das waren 18,0 % oder 45 400 Wohnungen weniger als im Vorjahr. 11,7 % der Bevölkerung in Deutschland lebten 2025 in überbelegten Wohnungen. Die Überbelegungsquote ist in den vergangenen fünf Jahren kontinuierlich gestiegen. Haushalte mit Kindern sind häufiger betroffen. Das Geschäftsklima im Wohnungsbau hat sich im April wieder massiv verschlechtert. Das Geschäftsklima fiel von -19,3 auf -28,4 Punkte. Das ist der stärkste Rückgang seit April 2022. Im Baugewerbe sank die Beschäftigung im 1. Quartal 2026 ebenfalls, und zwar um 27 000 Personen (-1,1 %). Diese Auflistung von Hiobsbotschaften ließe sich immer weiter so fortsetzen im siebten Jahr ohne Wachstum.

Es wird Zeit, dass aus den Ankündigungen endlich Gesetze werden“, so der BFW-Präsident.

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