Der Wohnimmobilienmarkt auf Mallorca hat im Jahr 2025 ein Transaktionsvolumen von 6,32 Milliarden Euro erreicht. Insgesamt wurden 12.181 Wohnimmobilien verkauft. Das geht aus einer Analyse des Immobilienmaklers Dahler hervor, der nach eigenen Angaben als erstes deutsches Unternehmen amtliche Verkaufsdaten des spanischen Consejo General del Notariado ausgewertet hat. Die Auswertung basiert auf notariell beurkundeten Verkäufen und den tatsächlich gezahlten Kaufpreisen.
Den Angaben zufolge entfielen 2.844 Verkäufe auf Häuser. Davon wurden 736 Immobilien beziehungsweise 25,9 Prozent für mindestens eine Million Euro verkauft. Im Durchschnitt wechselte damit alle zwölf Stunden ein Haus in diesem Preissegment den Eigentümer. Gleichzeitig lag knapp die Hälfte aller Hausverkäufe unter 500.000 Euro.
Auch im Spitzensegment wurden zahlreiche Transaktionen registriert. Insgesamt 87 Häuser kosteten mindestens fünf Millionen Euro, 28 davon mindestens zehn Millionen Euro. Die teuerste Wohnimmobilie des Jahres war den Angaben zufolge ein Landgut in Alaró für 22,99 Millionen Euro. Im März 2026 wurde zudem eine Villa in Calvià für 26,3 Millionen Euro verkauft.
Hauspreise und Wohnungspreise steigen kräftig
Neben den Spitzenpreisen legte auch das allgemeine Preisniveau zu. Der Median-Kaufpreis für Häuser stieg von 450.000 Euro im Jahr 2024 auf 515.000 Euro im Jahr 2025. Das entspricht einem Plus von 14,4 Prozent. Der Durchschnittspreis erhöhte sich um 12,4 Prozent auf rund 1,083 Millionen Euro.
Bei Wohnungen stieg der Medianpreis von 2.804 auf 3.242 Euro je Quadratmeter und damit um 15,6 Prozent. Besonders kräftige Preissteigerungen verzeichneten Pollença mit 24 Prozent, Santanyí mit 17 Prozent und Palma mit 14 Prozent. In Calvià fiel das Plus mit drei Prozent geringer aus, während Andratx einen Rückgang von 15 Prozent verzeichnete.
Wie stark sich die Preise regional unterscheiden, zeigt laut Dahler der Gegenwert eines Budgets von einer Million Euro. Auf Basis der jeweiligen Medianpreise entsprach dieses Budget 2025 in Andratx einer rechnerischen Wohnfläche von rund 204 Quadratmetern, in Palma von 298 Quadratmetern und in Sa Pobla von 645 Quadratmetern.
Deutsche bleiben wichtigste internationale Käufer
Die Analyse zeigt zudem Veränderungen bei der Käuferstruktur. Der Anteil internationaler Käufer sank von 44,2 Prozent im Jahr 2024 auf 41 Prozent im Jahr 2025 und auf 39 Prozent im ersten Quartal 2026.
Unter den internationalen Käufern stellten Deutsche mit 48,7 Prozent weiterhin die größte Gruppe. Bezogen auf alle Käufer lag ihr Anteil bei 20,8 Prozent. Regional zeigen sich deutliche Unterschiede: In Capdepera waren 63,1 Prozent aller Käufer Deutsche, in Santanyí 59,5 Prozent. Im Nordosten der Insel war ihr Anteil damit höher als im traditionell stark nachgefragten Südwesten.
Neubau bleibt knapp
Neubauten machten 2025 lediglich 1.047 der insgesamt 12.181 verkauften Wohnimmobilien aus. Das entspricht einem Marktanteil von 8,6 Prozent.
Gleichzeitig verringerte sich der Preisabstand zwischen Neubau- und Bestandswohnungen deutlich. Während der Medianpreis für Bestandswohnungen binnen eines Jahres um 16 Prozent auf 3.182 Euro je Quadratmeter stieg, blieb der Medianpreis für Neubauten mit knapp 3.800 Euro je Quadratmeter nahezu unverändert. Dadurch sank der Neubauaufschlag von rund 37 Prozent im Jahr 2024 auf 19 Prozent im Jahr 2025.






