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Hitliste Finanzvertriebe 2026: Branche bleibt auf Wachstumskurs

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Foto: DVAG/Frank Blümler
Lars Knackstedt, DVAG: „Über 90 Millionen Euro in die Aus- und Weiterbildung investiert“.

Die Finanzvertriebe in Deutschland haben 2025 ihren Wachstumskurs fortgesetzt. Trotz schwacher Konjunktur, geopolitischer Unsicherheiten und anhaltender Marktbelastungen legte das gemeldete Umsatzvolumen erneut zu. Welche Unternehmen besonders erfolgreich waren und wie die Branche auf 2026 blickt.

Trotz der schwachen Wirtschaftslage in Deutschland, trotz der Zoll-Kapriolen des US-Präsidenten, trotz der andauernden Kriege in der Ukraine sowie im Gaza-Streifen und anderer Bremsklötze: Die Branche der Finanzvertriebe in Deutschland ist 2025 erneut gewachsen.

Insgesamt über 5,7 Milliarden Euro an Provisionen und (zu einem geringen Anteil) Honoraren/Servicegebühren verbuchten die 27 Allfinanz- und sieben Spezialvertriebe, die auf die diesjährige Cash.-Anfrage zur Hitliste der Vertriebe, also zum Geschäftserfolg im Vorjahr, geantwortet haben. Das entspricht einer Steigerung von 5,5 Prozent gegenüber 2024. 


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Der Löwenanteil des Geschäfts entfiel auch 2025 auf die Allfinanzvertriebe: 5,49 Milliarden Euro. Rund 225 Millionen Euro verbuchten die Spezialvertriebe. 22 der Allfinanzvertriebe und damit die große Mehrheit konnte 2025 den Umsatz gegenüber dem Vorjahr steigern. Lediglich fünf Allfinanzvertriebe mussten Einbußen hinnehmen. So weit das Gesamtergebnis. Wie haben Unternehmen im Einzelnen abgeschnitten? 

Finum-Gruppe mit einem Plus von 45,3 Prozent

Unter den Top-Ten legte vor allem die zu JDC gehörende Finum-Gruppe mit einem Plus von 45,3 Prozent ein sattes Wachstum hin und schob sich mit 56,4 Millionen Euro Provisionsumsatz auf Rang sieben der Allfinanzvertriebe (siehe Tabelle). „2025 stellte Kunden und Berater vor vielfältige Herausforderungen: Fortsetzung der Krisen in der Ukraine und im Nahen Osten, eine flaue Konjunkturentwicklung und weiter steigende Verbraucherpreise. Daher hat es mich sehr positiv überrascht, wie erfolgreich unsere Finum-Berater im vergangenen Jahr bei ihren Kunden waren“, berichtet Dr. Sebastian Grabmaier, Vorstandsvorsitzender der JDC Group. 

Die Provisionserlöse seien sowohl im Investment- als auch im Versicherungs- und Vorsorgebereich stark gestiegen, und die Finum-Gruppe habe erneut einen Rekordumsatz im In- und Ausland bei steigender Profitabilität erzielt. Im Inland ist der Umsatz demnach sogar von mehr als 60 Prozent gewachsen. „Krisenjahre scheinen weiter gute Zeiten für gute Berater“, so Grabmaier. 

Compexx springt in die Top-Ten

Mit 34,2 Prozent verzeichnet auch Compexx ein beachtliches Wachstum und springt damit von Platz 13 im Vorjahr auf Platz zehn. „Wir haben unseren nachhaltigen Wachstumskurs konsequent fortgesetzt und unsere Marktposition als Expertennetzwerk weiter ausgebaut. Dabei standen für uns nicht kurzfristige Effekte, sondern eine hohe Beratungsqualität, die Gewinnung qualifizierter Partner sowie langfristige Kundenbeziehungen im Mittelpunkt“, betont Markus Brochenberger, Vorstandsvorsitzender von Compexx. 

Begünstigt wurde der Sprung des Unternehmens in die Top-Ten auch dadurch, dass Global-Finanz (Vorjahr Platz 7) in diesem Jahr keine Umsatzzahlen gemeldet hat und deshalb in der Liste nicht vertreten ist (nocht zu verwechseln mit Global Vermögensberatung). Den mit Abstand höchsten Zuwachs legte mit fast 9.000 Prozent indes Finanzgenies hin, wenn auch ausgehend von einer sehr geringen Basis: „Wir konnten unseren Umsatz von 61.577 Euro im Jahr 2024 auf über fünf Millionen Euro im Jahr 2025 vervielfachen“, berichten die Geschäftsführer Manuel Feick und Markus Stadler.

Leichtes Minus bei Bonnfinanz

Unter den diesjährigen Top-Ten legten fast alle Unternehmen zu. Lediglich die Bonnfinanz musste mit einem Minus von 2,4 Prozent einen leichten Dämpfer hinnehmen. „Die Gesamtsituation 2025 war für Bonnfinanz ein Jahr der Transformation und der gezielten Vorbereitung auf die nächste Wachstumsphase. Neben dem kontinuierlichen Ausbau unseres Beraternetzwerks haben wir gezielt in Digitalisierung, Künstliche Intelligenz sowie die Weiterentwicklung unserer Beratungs- und Vertriebsplattformen investiert“, berichtet Stefan Mertes, Sprecher der Geschäftsführung der Bonnfinanz. 

Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seien auch 2025 herausfordernd geblieben. „Gleichzeitig beobachten wir eine wachsende Sensibilität der Verbraucher für die Themen Vermögensaufbau, Absicherung und Altersvorsorge. Zusätzliche Impulse erwarten wir durch die anstehenden Reformen der privaten Altersvorsorge, die den Beratungsbedarf vieler Menschen weiter erhöhen werden“, prognostiziert er. Bonnfinanz sehe sich für diese Entwicklung hervorragend positioniert. „Wir sind überzeugt, dass die Finanzberatung vor einer neuen Wachstumsphase steht und Bonnfinanz zu den Vertrieben gehört, die von dieser Entwicklung besonders profitieren werden. Die Investitionen und strategischen Weichenstellungen der vergangenen Jahre werden aus unserer Sicht bereits ab 2026 zunehmend sichtbar zum Unternehmenserfolg beitragen“, betont Mertes. Trotz des Rückgangs behauptet sich Bonnfinanz auf Rang acht.

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