In der Tarifrunde private Banken haben die Arbeitgeber des privaten Bankgewerbes ein neues Angebot vorgelegt. Sie bieten den Beschäftigten eine Gehaltserhöhung von insgesamt 4,2 Prozent, aufgeteilt in zwei Stufen. Das teilte die Arbeitgeberseite nach der zweiten Verhandlungsrunde mit.
Tarifrunde private Banken: Zwei Stufen, 36 Monate Laufzeit
Die erste Anhebung soll demnach Mitte 2027 greifen. Insgesamt ist eine Laufzeit von 36 Monaten vorgesehen. Verhandlungsführer Thomas A. Lange nannte das Angebot angemessen und ausgewogen. Er verwies darauf, dass die jüngste Gehaltserhöhung erst vier Monate zurückliege.
Als Gründe für die Zurückhaltung nannte Lange zudem den Wettbewerbsdruck in der Branche, hohe Investitionen in neue Technologien sowie geopolitische Risiken. Weitere Gehaltssteigerungen müssten sich an den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Banken orientieren, so seine Einschätzung.
Arbeitgeber lehnen Freizeit-Modell und KI-Vorgaben ab
Gleichzeitig wiesen die Arbeitgeber mehrere Forderungen der Gewerkschaftsseite zurück. Dazu zählen eine stärkere Umwandlung von Gehalt in Freizeit und ein erweiterter Kündigungsschutz. Hinzu kommen zusätzliche Vorgaben für die Einführung Künstlicher Intelligenz in den Banken.
Verdi fordert sechs Prozent und Regeln für Künstliche Intelligenz
Die Gewerkschaft Verdi verlangt dagegen eine Erhöhung der Entgelte um sechs Prozent. Darüber hinaus fordert sie verbindliche Vereinbarungen zum Einsatz Künstlicher Intelligenz, etwa bei der Personalplanung und bei der Qualifizierung der Beschäftigten.
Am 23. November verhandeln Arbeitgeber und Verdi in Berlin weiter.















