Wirecard: Softbank als neuer Partner in Fernost

Softbank ist zudem am Fahrdienst Uber beteiligt und ist auch der Eigentümer des US-Mobilfunkers Sprint, den Son aber am liebsten mit der Telekom-Tochter T-Mobile US fusionieren würde.

Die Wirecard-Aktie zog nach dem Handelsstart zwischenzeitlich um zehn Prozent an auf mehr als 136 Euro. Von den Kursen, die das Papier vor den Artikeln der FT erreicht hatte, ist die Aktie aber noch rund ein Fünftel entfernt. Der Wirecard-Vorstand hatte die Berichte zurückgewiesen und von Diffamierung gesprochen.

Mittlerweile hat die von Wirecard beauftragte Untersuchung einer Singapurer Anwaltskanzlei ergeben, dass Mitarbeiter in dem südostasiatischen Inselstaat tatsächlich gegen Bilanzregeln verstoßen haben – allerdings weniger gravierend, als von der Finanzzeitung berichtet.

Konzernchef Braun reagiert auf Vorwürfe

In der Zwischenzeit ist nicht nur die Börsenaufsicht eingeschritten: Auch die Münchner Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass es bei den Kursturbulenzen nicht mit rechten Dingen zuging.

Beide Behörden ermitteln. Die Bafin hatte Anfang der Woche rund ein Dutzend mutmaßlich Beteiligter bei der Staatsanwaltschaft angezeigt. Um wen es sich handelt, teilte die Bafin nicht mit.

Konzernchef Markus Braun, der sieben Prozent am zuletzt mit gut 15 Milliarden Euro bewerteten Unternehmen hält, tritt am Donnerstag auf der Bilanzpressekonferenz vor die Öffentlichkeit.

Dabei will Wirecard auf die Vorwürfe reagieren und mit mehr Kennzahlen eine größere Transparenz herstellen. Zudem sollen diejenigen Abteilungen überdurchschnittlich ausgebaut werden, die das operative Geschäft beaufsichtigen. Wirecard war auch durch Übernahmen stark gewachsen. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

 

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