DEVK überarbeitet Wohngebäudetarif und erweitert Leistungen deutlich

Die Zentrale der DEVK in Köln

Die DEVK hat ihren Wohngebäudetarif grundlegend überarbeitet und die die Leistungen im Schadenfall erweitert. Gleichzeitig setzt der Versicherer auf präzisere Risikomodelle und positioniert sich zudem preislich neu.

Die DEVK hat ihren Wohngebäudetarif vollständig überarbeitet und bietet seit April erweiterte Leistungen für Eigentümerinnen und Eigentümer. Hintergrund sind steigende Anforderungen durch Extremwetter, Leitungswasserschäden und höhere Baukosten. Parallel setzt der Versicherer auf eine differenziertere Risikobewertung, um Beiträge genauer zu kalkulieren.

Bei der Einschätzung von Elementarrisiken nutzt die DEVK neben dem etablierten Zonierungssystem der Branche zusätzliche Datenquellen. Ziel ist eine präzisere Bewertung von Gefahrenlagen, etwa bei Starkregen. „Mit Hilfe von KI-Simulationen für Starkregenereignisse können wir die Wohngebäudepolice inklusive Elementarschadenversicherung an vielen Orten deutlich günstiger anbieten als bisher“, betont Alexander Erpenbach, Leiter der Hauptabteilung Sach/HUK-Betrieb.


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Auch im Leistungsumfang hat der Versicherer nachgeschärft. So erweitert die DEVK den Schutz bei Überschwemmungen, etwa über Balkone, Loggien oder Dachterrassen. In diesen Fällen werden nach den neuen Bedingungen bis zu 10.000 Euro erstattet. Zusätzlich sind Nässeschäden durch Regen, Schnee oder Schmelzwasser sowie Schäden durch undichte Wartungsfugen eingeschlossen.

Erweiterte Leistungen im Schadenfall

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Modernisierung nach Schäden. Künftig übernimmt die DEVK auch Mehrkosten, wenn beschädigte Technik durch energieeffizientere oder umweltfreundlichere Lösungen ersetzt wird. Damit reagiert der Versicherer auf Erfahrungen aus der Schadenregulierung, bei der veraltete Technik häufig ersetzt werden muss.

Der Tarif wird in den drei Varianten Basis, Komfort und Premium angeboten. Im Premium-Schutz wurden sowohl Leistungssummen erhöht als auch zusätzliche Leistungen integriert. Dazu gehört die Übernahme von Hotelkosten für bis zu ein Jahr, wenn ein Gebäude nach einem Schaden unbewohnbar ist. Nach Angaben der DEVK können alternative Unterkünfte für Familien schnell Kosten von bis zu 50.000 Euro pro Jahr verursachen.

Darüber hinaus umfasst der Premium-Schutz Leistungen, die über klassische Schadenregulierung hinausgehen. Dazu zählen unter anderem Kosten für psychologische Betreuung, Energieberatung, Gefahrenberatung und Präventionsmaßnahmen. „Im Premium-Schutz übernehmen wir bis zu einem Jahr lang die Hotelkosten, wenn das Haus nach einem Schaden saniert werden muss und unbewohnbar ist“, erklärt Erpenbach.

Zusätzlicher Schutz für modernes Wohnen

Neu aufgenommen wurden auch Absicherungen für Außenanlagen und moderne Wohnkonzepte. Versichert sind unter anderem Pools, Teiche, Outdoor-Küchen und gemauerte Grills. Ebenso umfasst der Schutz Gartenbepflanzungen, begrünte Dächer und Ziermauern. Schäden durch Vandalismus und Graffiti sind ebenfalls eingeschlossen, mutwillige Beschädigungen nach einem Einbruch sogar bis zu 100.000 Euro.

Für Kunden mit erhöhtem Absicherungsbedarf bietet die DEVK zusätzlich einen Plus-Baustein an, mit dem sich Leistungen im Premium-Tarif verdoppeln lassen. Ergänzend stehen optionale Bausteine zur Verfügung, etwa für Photovoltaikanlagen mit Batteriespeicher, Haus- und Gebäudetechnik einschließlich Wallbox und Smart-Home-Anwendungen sowie für Nebengebäude, Ableitungsrohre oder Garagen und Carports.

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