Bundestagswahl: BCA hat Parteien befragt

Topnews, das hauseigene Magazin des Oberurseler Maklerpools BCA, hat Stellungnahmen der Parteien dazu eingeholt, was Finanzdienstleister von der Bundesregierung nach der Bundestagswahl zu erwarten haben. Laut BCA  sind vor allem von Seiten der Opposition bedeutende Änderungen geplant.

Demnach bleibe bei den bisherigen Regierungsparteien CDU/CSU und FDP das meiste unverändert oder solle ausgebaut werden, während bei den Oppositionsparteien SPD, Bündnis 90/Die Grünen sowie Die Linke durchaus gravierende Veränderungen zu erwarten seien.

Regulierungsverschärfungen im Finanzvermittlermarkt könne sich die CDU/CSU zwar langfristig schon vorstellen, aber nur verbunden mit einem sorgfältigen und überlegten Vorgehen, um nicht über das Ziel hinauszuschießen, so die BCA.

Die Linke will Finanz-TÜV

Die FDP sieht demnach überhaupt keinen weiteren Handlungsbedarf. Die SPD halte sich zwar zurück, erwarte aber zusätzliche wichtige Regulierungsvorschriften durch europäische Initiativen, die zu Verbesserungen im Transparenzbereich führen würden. Erst danach könnte beurteilt werden, ob nochmals nationaler Regelungsbedarf bestehe.

Die Linke geht laut BCA am Weitesten. Sie setzt sich für einen Finanz-TÜV und eine Verbraucherschutzbehörde ein, zusätzlich will die Partei die Honorarberatung stärken. Bündnis90/Die Grünen fordert unter anderem die Offenlegung von Provisionen und sonstigen Zahlungen an Vermittler sowie eine Mindestqualifikation der Vermittler. Die Piraten haben zu der Regulierungsthematik keine konkrete Beschlusslage.

Die kompletten Stellungnahmen der Parteien, unter anderem zu den Themen Provisionsverbot, Privaten Krankenversicherung (PKV), Pflege-Bahr und dem Ausbau der privaten Altersvorsorge sind auf der BCA-Website als PDF abrufbar. (jb)

Foto: Shutterstock

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