Anzeige
24. Oktober 2014, 11:21
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Diese Chance sollten wir beim Schopfe packen”

Neben den Emissionshäusern müssen sich auch die Vertriebe auf die neuen Produktregeln des KAGB einstellen. Beim 4. Cash.-Branchengipfel Sachwertanlagen diskutierten Branchenvertreter und Marktexperten über die Perspektiven des Segments für regulierte und unregulierte Sachwertinvestments.

Vermittler

Patrick Brinker (links), Jörg Busboom: “Die Regulierung ist eine Chance, die wir als solche begreifen und umsetzen müssen. Wenn sich die regulierte Welt durchsetzt, wird auch der Umsatz wieder deutlich steigen.”

Cash.: Wie kann vor dem Hintergrund der Skandale der jüngeren Vergangenheit erreicht werden, dass Anleger und Vermittler wieder Vertrauen zu geschlossenen Konstrukten entwickeln?

Patrick Brinker, Leiter Vertrieb, HTB Hanseatische Fondshaus: Das Vertrauen ist teilweise tatsächlich gestört. Hier helfen meines Erachtens mehrere Dinge. Es ist wichtig, zu kommunizieren und zu differenzieren. Wir müssen zum Beispiel hervorheben, dass der Fall Prokon nichts mit unserer Branche zu tun hat, dass wir im Schifffahrtsbereich eine besondere Marktverwertung haben und dass es sich bei den laufenden Strafverfahren um mutmaßliche Betrugsfälle handelt, die es auch schon in der Vergangenheit in der voll regulierten Investmentwelt gab. Da sind auch die Medien und alle Marktteilnehmer gefragt. Wir sind als Anbieter jetzt voll reguliert und unterliegen zusätzlichen Prüf- und Kontrollinstanzen. Diese Chance sollten wir beim Schopfe greifen und unsere Produkte abgrenzen zu den weiterhin unregulierten Angeboten. Der Anspruch muss sein, Qualität zu liefern, die Produkte müssen funktionieren, genauso wie die Kommunikation offen und transparent sein muss, auch wenn mal etwas nicht so gut läuft.

Heiko Szczodrowski, Geschäftsführer Commerz Real Kapitalverwaltungsgesellschaft: Die Themen Image und After Sales Service haben in der Wahrnehmung des Vertriebes und der Anleger deutlich an Bedeutung zugenommen. Früher sind manche Produkte vertrieben worden, die heute nicht mehr vertrieben werden würden. Der Vertriebserfolg hängt immer stärker davon ab, dass der Anbieter in der Vergangenheit einen vernünftigen Job gemacht hat und nicht einfach nur eine clevere Idee hat.

Martina Hertwig, geschäftsführende Gesellschafterin TPW Todt & Partner: Es gibt Emissionshäuser, die den Vertrieb schon immer sehr eng an sich gebunden haben und sich auch jetzt in Zeiten des Umbruchs um den Vertrieb kümmern. Da ist das Vertrauen gestärkt. Es gibt aber auch Häuser, die sich um ihren Vertrieb bisher nicht so eng gekümmert haben, da ist schon Vertrauen verloren gegangen. Zukünftig wird es so sein, dass es eine engere Bindung zwischen KVG und Vermittler gibt, nicht nur um des Vertrauens willen, sondern auch, weil man eine Haftungsgemeinschaft darstellt.

Seite zwei: “Gegen Emotionen mit sachlichen Argumenten nicht anzukommen”

Weiter lesen: 1 2 3 4

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Jeden vierten Tag ein neues Fintech

Die Fintech-Szene in Deutschland wächst weiter – und sammelt so viel Risikokapital ein wie noch nie. 793 Startups aus dem Finanzbereich gibt es aktuell. Mit 778 Millionen Euro haben sie in den ersten neun Monaten des Jahres 2018 bereits mehr Venture Capital eingesammelt als im gesamten Jahr 2017 mit 713 Millionen Euro. Und das Tempo der Neugründungen hält weiter an, bestätigt eine Fintech-Studie von Comdirect.

mehr ...

Immobilien

Trendwende oder nur ein Ausreißer? Darlehenshöhe wieder rückläufig

Die Nachfrage nach Baufinanzierungen ist anhaltend hoch. Nach den Ergebnissen des Dr. Klein Trendindikators ist die durchschnittliche Kredithöhe im Monat September leicht gesunken. Die Standardrate für ein Darlehen erreichte den niedrigsten Wert seit März 2017. Michael Neumann, Vorstand der Dr. Klein Privatkunden AG, kommentiert die Ergebnisse.

mehr ...

Investmentfonds

Zweijährige US-Staatsanleihen erreichen Zehnjahres-Hoch

US-Anleihen haben diese Woche ein neues Rendite-Hoch erreicht. Das hat mindestens zwei Ursachen. Damit gibt es für US-Anleger wieder eine sichere Alternative zu den Aktienmärkten, die kein Verzicht auf Renditen bedeutet. Für deutsche Anleger sind US-Anleihen aber keine lohnende Anlage.

mehr ...
18.10.2018

Aufstieg der ETFs

Berater

JDC bietet Webinare zur neuen DIN-Norm in der Finanzberatung

Die neue DIN 77230 “Basis-Finanzanalyse für Privathaushalte” ersetzt die bisherige DIN SPEC 77222. Die neue Norm nimmt sich, wie ihr SPEC-Vorläufer, die Basisanalyse der Finanzen von Privathaushalten vor. Jung, DMS & Cie. bietet deshalb Webinare für Vertriebspartner an, um auf die neue DIN-Norm zu schulen. 

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R–Insolvenz: Über 4.500 Gläubiger in Münchner Olympiahalle

Für die ersten Gläubigerversammlungen der insolventen deutschen P&R-Gesellschaften fanden sich in dieser Woche 4.500 Gläubiger in der Münchner Olympiahalle ein. Was geschah dort?

mehr ...

Recht

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

 

mehr ...