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10. Juli 2015, 10:55
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Infinus: Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage

Die Staatsanwaltschaft Dresden hat Anklage gegen sechs mutmaßlich Hauptverantwortliche der Dresdener Infinus-Gruppe erhoben. Dem Konzern-Gründer und fünf weiteren Managern wird gewerbsmäßiger Betrug im besonders schweren Fall und Kapitalanlagebetrug zur Last gelegt.

Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage im Infinus-Verfahren

Die Staatsanwaltschaft Dresden wirft den sechs Beschuldigten gewerbsmäßigen Betrug im besonders schweren Fall sowie Kapitalanlagebetrug vor.

Fünf der Beschuldigten befinden sich nach wie vor in Untersuchungshaft. Wie die Staatsanwaltschaft Dresden mitteilt, geht die Anklage von etwa 22.000 geschädigten Anlegern mit einem Anlagevolumen von 312 Millionen Euro aus. Die Anklageschrift umfasst 757 Seiten. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, spätestens ab dem 1. Januar 2011 den Schneeballcharakter des Geschäftsmodells der Infinus-Gruppe erkannt zu haben.

Anleger wurden laut Anklage betrügerisch geschädigt

Zudem sollen die Beschuldigten gegenüber den Vermittlern der Infinus AG Finanzdienstleistungsinstitut (FDI) spätestens ab dem 1. Januar 2011 absichtlich verschwiegen haben, dass es sich bei den Gewinnen der Fubus KG lediglich um Scheingewinne handelte, um die Vermittler dazu zu veranlassen, auch weiterhin die Orderschuldverschreibungen und Nachrangdarlehen der Fubus KG mit der nötigen Überzeugung zu vertreiben.

Auf diese Weise wurden laut Anklage über das Vermittlernetz der FDI ab dem 1. Januar 2011 rund 22.000 Anleger geworben, die insgesamt etwa 312 Millionen Euro in Orderschuldverschreibungen und Nachrangdarlehen der Fubus KG investiert haben. Die Anklage geht davon aus, dass alle diese Anleger betrügerisch geschädigt wurden.

 Staatsanwaltschaft geht von höherer Zahl an Geschädigten aus

Wegen des Beschleunigungsgebotes, das in in Haftsachen gilt, hat sich die Anklage auf einen Teil der von der Infinus-Gruppe herausgegebenen und vertriebenen Finanzinstrumente beschränkt, so die Staatsanwaltschaft Dresden. Tatsächlich sei davon auszugehen, dass eine wesentlich höhere Anzahl von Anlegern geschädigt wurde.

So hatten demnach seit dem Jahr 2001 insgesamt rund 54.000 Anleger etwa 2,1 Milliarden Euro bei der Infinus-Gruppe investiert. Im Tatzeitraum laut Anklage vom (1. Januar 2011 bis 5. November 2013) haben rund 40.000 Anleger etwa 1,3 Milliarden Euro in die verschiedenen Infinus-Anlagen investiert. (jb)

Foto: Shutterstock

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