16. November 2015, 11:07
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Der Finanzberater im Jahr 2025 (Teil I)

Die Vermittlerbranche ist weiterhin im Umbruch, das weiß jeder. Wohin aber geht die Reise? Wir wagen einen Blick in die Glaskugel. In drei Teilen analysieren die Autoren Ralf Werner Barth, Hans-Peter Wolter und Bernhard Prasnow den Beratermarkt und seine Entwicklung. (TEIL II)

Vermittler

Ralf Werner Barth (links) ist Vorstand der “Vereinigung zum Schutz von Anlage- und Versicherungsvermittlern e.V. (VSAV)”, Hans-Peter Wolter ist VSAV-Beirat und langjähriger Branchenkenner.

Wer sich dieser Tage umschaut, stellt wenig erstaunt fest, dass sich auf Messen und Kongressen, auf Vertriebsveranstaltungen und Präsentationen immer weniger junge Vermittler tummeln.

Wenig erstaunt deshalb, weil sich durch die Fachpresse ein Thema wie ein roter Faden zieht: Das Alter. Stichworte sind Generationenberatung, Pflegeversicherung, Senioren beraten Senioren, Verkauf von Maklerbeständen – und natürlich der brutale Begriff des Vermittlersterbens.

Verdrängung durch Digitalisierung

Der Altersdurchschnitt der Vermittler ist heute schon relativ hoch, Neuzugänge sind seit der Regulierung wenige zu verzeichnen. Viele dieser älteren Vermittler werden in den Ruhestand gehen, ohne einen konkreten Nachfolger gefunden zu haben.

Einige Vermittler geben die Geschäftstätigkeit schlichtweg deshalb auf, weil sie den regulatorischen Anforderungen nicht mehr nachkommen wollen oder wirtschaftlich nicht mehr können.

Für viele andere ist die Finanzberatung wegen verschlechterter Einkommenssituation (niedrigere Provisionen, längere Stornohaftung) wenig attraktiv. Zudem wird eine Verdrängung durch die Digitalisierung direkt bei den Produktanbietern und die Fintechs eintreten.

Seite zwei: Zahl der Vermittler sinkt bis 2025 auf etwa 100.000

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1 Kommentar

  1. Wie auch in Studien beschrieben, wird es nur noch zwei „Verbraucher-Gruppen geben: Economy, also Verbraucher, die über das Internet einkaufen oder die Premium-Gruppe = anspruchsvolle Klientel, welches einen „LifeCoach für Finanzen“ sucht, der mit seinem Kompetenz-Netzwerk eine Rundum-Betreuung ermöglicht.

    Wird der Mehrwert einer „ganzheitlichen Beratung „nach DIN ISO 22222 aufgezeigt, sieht man in „Sekundenschnelle“, mit wem man nachhaltig geschäftlich befreundet sein wird, wie Joachim König im Interview mit C.P.Meyer berichtet, s. Internet „Für Finanzplanung-wird-gerne-Honorar-gezahlt“.

    Für den Bereich der Anlageberatung die einzige Form des Überlebens, denn die „Geeignetheitsprüfung“ verändert die Beweislastumkehr auf den Vermittler ab 2017.

    Kommentar von Frank L. Braun — 18. November 2015 @ 09:55

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