30. November 2016, 09:02
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“Banken und Fintechs nähern sich an”

Banken Fintechs

Rafael Otero ist Co-Founder bei payleven.

Wie ist die Beziehung zwischen den Banken und der Fintech-Szene?

Bajorat: Die Beziehung ist anders und “entwickelter” als noch vor zwei Jahren. Distanzen und Vorurteile wurden abgebaut und man spricht auf Augenhöhe über Ideen und Lösungen. Fintech ist ein Katalysator für die Veränderung von Banken.

Thalhammer: Man nähert sich an, nimmt sich ernst und sucht auch Wege, wie man zusammen etwas erreichen kann und wenn es nur “Lernen” ist. Fintech und Digitalisierung werden hier oft in einem Atemzug genannt.

Otero: Die Beziehung hat sich in den letzten vier Jahren deutlich gebessert. Die “Modeerscheinung Fintech” wird inzwischen ernster genommen und die Banken verstehen Fintechs inzwischen oftmals als Chance, um schneller neue Produkte und Services auszutesten. Den Fintechs hilft diese neue Offenheit der Banken sehr, weil sich nun deutlich mehr Partner finden lassen.

Was können die konkurrierenden Lager voneinander lernen?

Bajorat: Vieles.

Thalhammer: Alles: Banken können von Fintechs lernen, wie man schnell Dinge umsetzt, wie man auch mal Risiken eingeht, mit Ungewissheit lebt sowie mutig und Visionär zu sein. Fintechs können von Banken lernen, wie man in einem regulierten Markt agiert, wie man skaliert und wie man ein nachhaltiges Business aufbaut.

Otero: Ob die Lager konkurrieren, sei mal dahingestellt. Sie komplementieren sich eher. Die Lektionen sind vielfältig sowohl für Banken als auch für Fintechs. Sicherlich sind das Verständnis für Geschwindigkeit und Pragmatismus sowie das Verstehen der Kundengruppe “Millennials” Dinge, die Banken sich von Fintechs abschauen können. Für die Fintechs gilt es zu lernen, wie man ein Multi-Produkt und Multi-Kundensegment effizient aufbaut. Denn der größte Vorteil von Fintechs ist, dass sie sehr stark fokussieren und keine “Altlasten” mitschleppen.

Interview: Julia Böhne

Fotos: André M. Bajorat / Rafaelotero / Kilian Thalhammer

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