13. Oktober 2016, 11:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

“Die Zeit spielt in den allermeisten Fällen für den potenziellen Käufer”

Makler sollten sich alle fünf bis zehn Jahre die grundsätzliche Frage stellen, ob ihr Unternehmen übergabefähig ist und wie sie es übergabefähig machen können, empfiehlt Andreas W. Grimm, Geschäftsführer des Münchener Resultate Instituts, im Interview mit Cash.Online.

Nachfolge: Die Zeit spielt in den allermeisten Fällen für den potenziellen Käufer

Andreas W. Grimm: “Im Falle einer Notlage – schwere Erkrankung, Unfall oder Tod – sollten Makler oder ihre Angehörigen das Unternehmen auch kurzfristig verkaufen können.”

Cash.Online: Wann sollten Makler sich mit dem Thema Nachfolgeplanung beschäftigen?

Grimm: Wenige Monate vor der geplanten Übergabe ist es definitiv zu spät – zumindest dann, wenn der Makler einen angemessenen Preis erzielen will und eine Nachfolge in seinem Sinne erreichen will. Im Prinzip sollte ein Makler sich alle fünf bis zehn Jahre die grundsätzliche Frage stellen, ob sein Unternehmen übergabefähig ist und wie er das Unternehmen wertoptimiert übergabefähig macht – denn leider hält sich das Schicksal nicht immer an die Lebensplanung des Maklers.

Im Falle einer Notlage – schwere Erkrankung, Unfall oder Tod – sollten er oder seine Angehörigen das Unternehmen auch kurzfristig verkaufen können. Liegen beispielsweise keine wirksamen Vollmachten vor, sind die Maklervereinbarungen mit den Kunden nicht auf einem aktuellen Stand oder liegen die Kundendaten nur in loser Blattsammlung vor, ist eine kurzfristige Übergabe meist sehr problematisch oder gar unmöglich.

Der erhoffte Verkaufspreis ist damit nicht einmal im Ansatz erreichbar. Die Folgen können dramatisch und sehr tragisch sein. Ist das Unternehmen so vorbereitet, ist auch die spätere reguläre Nachfolgeplanung zum geplanten Ende der Berufstätigkeit deutlich einfacher und meist auch viel ertragreicher.

Wird Nachfolgeplanung von der Maklerschaft aktiv angegangen?

Makler sind auch nur Menschen. Nur ein ganz geringer Teil der Makler geht das Thema wirklich systematisch und professionell an. Deshalb schafft es nur ein ganz geringer Teil der Makler ihr Unternehmen zu dem gewünschten Zeitpunkt in der gewünschten Form zu übergeben.

Einen wirklich angemessenen Kaufpreis erzielen dabei die wenigsten. Viele verschenken weit mehr als die Hälfte des erzielbaren Kaufpreises nur deshalb, weil sie auf zweifelhafte Bewertungsverfahren vertrauen, mit den falschen Interessenten sprechen, und die wichtigsten Grundregeln in der Nachfolgeplanung nicht kennen.

Seite zwei: “Momentan sehen wir einen absoluten Verkäufermarkt

Weiter lesen: 1 2

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Gleicher Job, weniger Rente: 26 % weniger gesetzliche Rente für Frauen

Gleichberechtigung: 26 Prozent – so hoch ist die zu erwartende durchschnittliche Rentenlücke von Frauen im Vergleich zu Männern in Deutschland. Das heißt: Frauen erhalten mehr als ein Viertel weniger gesetzliche Rente vom Staat als ihre männlichen Kollegen. Eine Frau, die mit 67 Jahren in den Ruhestand geht, erhält nach heutiger Berechnung im Monat 140 Euro weniger Rente als ein Mann. 

mehr ...

Immobilien

Unausgepackte Kartons: Jeder 3. Deutsche ist nach 5 Jahren noch nicht fertig mit dem Umzug

So ein Umzug ist stressig, gerade für Berufstätige und Familien mit kleinen Kindern. Was gerade nicht dringend erledigt werden muss, wird verschoben. Je weniger Zeit seit dem letzten Umzug vergangen ist, desto mehr Aufgaben haben Umzügler noch auf ihrer To-Do-Liste. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Umfrage von umzugsauktion.

mehr ...

Investmentfonds

Wir gehen auf die Straße!

Am 20. September findet der dritte globale Klimastreik statt – weltweit werden Menschen auf die Straße gehen und für die Einhaltung des Parisabkommens und gegen die anhaltende Klimazerstörung laut werden. Seit 1995 tritt ÖKOWORLD für den Klimaschutz und für die Ökologisierung der Wirtschaft ein.

mehr ...

Berater

Cash.-Branchengipfel: “BaFin-Aufsicht positiv”

Der 9. Cash.-Branchengipfel Sachwertanlagen brachte einige durchaus überraschende Ergebnisse, unter anderem zur geplanten BaFin-Aufsicht über den freien Vertrieb sowie zu den voraussichtlichen Kosten dafür. Der Löwer-Kommentar

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „B++“ für United Investment Partners Projektentwicklungen Deutschland

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. hat den Fonds „United Investment Partners Projektentwicklungen Deutschland“ mit insgesamt 67 Punkten bewertet. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „gut“ (B++).

mehr ...

Recht

Nach Ausstieg: Kein Anrecht auf Bestandsübertragung

Regulation und digitaler Wandel verändern die Versicherungsbranche rasant. Vor diesem Hintergrund überprüft das Gros der Vermittler die eigene unternehmerische Ausrichtung. Eine Folge sind zunehmende Zahlen registrierter Versicherungsmakler. Doch was passiert mit dem Bestand? Ein Kommentar von Alexander Retsch, Syndikusanwalt der vfm Gruppe.

mehr ...