24. August 2017, 08:05
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Banking-Apps: Sicherheitsbedenken halten potenzielle Nutzer fern

Ein Großteil der Bankkunden, die keine Mobile-Banking-Angebote nutzen, tun dies, weil sie Sicherheitsbedenken hegen. Das geht aus einer aktuellen Untersuchung hervor. Demnach ist die Mehrheit der Nicht-Nutzer jedoch grundsätzlich an Banking-Apps interessiert.

Banking-Apps: Sicherheitsbedenken halten potenzielle Nutzer fern

Nicht-Nutzer von Banking-Apps hegen der Studie zufolge in erster Linie Sicherheitsbedenken.

56 Prozent der Bundesbürger setzen mittlerweile auf Mobile-Banking-Angebote, um ihre Bankgeschäfte zu erledigen, oder können sich zumindest eine Nutzung vorstellen. Das ist ein Ergebnis der aktuellen Studie “Mobiles Banking per App” des Marktforschungs- und Beratungsinstituts Yougov. 59 Prozent derjenigen, die eine Banking-App nutzen, sind demnach mit der Anwendung zufrieden.

Auch bei den Nicht-Nutzern besteht der Studie zufolge durchaus Interesse an den mobilen Angeboten: 56 Prozent von ihnen sind grundsätzlich an gewissen Funktionen einer Banking-App interessiert. Sicherheitsbedenken sind demnach ein großes Hindernis: 63 Prozent der  Nichtnutzer wollen ihre Bankdaten nicht auf dem Smartphone hinterlegen.

“Ängste aus dem Weg räumen”

32 Prozent fürchten, dass bei Diebstahl oder Verlust auf das Konto zugegriffen wird. 22 Prozent derjenigen der Befragten, die aufgrund von Sicherheitsbedenken auf die Nutzung verzichten, könnten sich vorstellen, die Angebote zu nutzen, wenn zusätzliche Sicherheitsfunktionen eingerichtet würden.

“Wer diese Ängste nicht aus dem Weg räumen kann, wird eine Vielzahl von Kunden auch in Zukunft nicht für die eigene App begeistern können”, sagt Markus Braun, Head of Business Unit Reports bei Yougov. Banken sollten skeptischen Kunden zeigen, dass “die App wirklich sicher ist und ihre Bankgeschäfte bei Ihnen auch mobil in guten Händen sind”.

Apps der Direktbanken überzeugen

Insbesondere Mobile-Banking-Angebote von Direktbanken werden demnach positiv von Nutzern bewertet. Die “Top 3” der Banking-Apps mit der größten Kundenzufriedenheit sind die Anwendungen der ING-DiBa (73 Prozent), der Comdirect (70 Prozent) und der DKB Deutsche Kreditbank (65 Prozent).

Trotz der hohen Zufriedenheitsquote werden die Banking-Apps der Hausbank laut Yougov nur von 55 Prozent der Befragten genutzt. Der Wettkampf mit Bezahlsystemen wie PayPal, das von 64 Prozent der Banking-App-User genutzt wird, und anderen Apps ist demnach hart.

Nutzer von Banking-Apps erledigen mit ihnen vorwiegend Standardaufgaben wie Überweisungen (83 Prozent). 79 Prozent wollen mit Hilfe der Anwendungen den Überblick über ihre Bankgeschäfte behalten.

Für die Studie hat Yougov  auf die hauseigene Datenbank zugegriffen, für die im Jahresverlauf 70.000 Deutsche kontinuierlich repräsentativ befragt werden. Die Analyse wurde mit den Ergebnissen einerbevölkerungsrepräsentativen Befragung von 2.000 Personen im Juni 2017 kombiniert. (jb)

Foto: Shutterstock

1 Kommentar

  1. Also wenn die Ing DiBa so eine gute Bewertung bekommt, dann muss die Umfrage gemacht worden sein bevor sie Ihre Kunden dazu genötigt hat zu “Banking to Go” ( https://play.google.com/store/apps/details?id=de.ingdiba.bankingapp ) zu wechseln.

    In dieser neuen App gibt es nur noch EINE fünfstellige numerische PIN.
    Und diese eine PIN dient dazu die App zu öffnen (Lesezugriff auf das Konto) und exakt die selbe PIN wird in der App zur Freigabe von Transaktionen verwendet.

    Meines Erachtens ein Sicherheitsdesaster.

    Die einzige Alternative mein Konto bei dieser Bank zu führen wäre gewesen wieder auf TAN umzusteigen.
    Da TAN aber keine wirkliche Alternative ist, habe ich den Schritt gewagt und wechsle zu einer anderen Bank die es mit der Sicherheit genauer nimmt.

    Kommentar von Noch DiBa Kunde — 25. August 2017 @ 16:04

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