Mehrheit schaut zufrieden aufs Bankkonto

Ein Großteil der Bundesbürger bewertet die eigene  finanzielle Situation als gut beziehungsweise sehr gut. Das geht aus dem Vermögensbarometer des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) hervor. Während Immobilien in der Gunst der Anleger weit oben rangieren, haben Lebensversicherungen an Ansehen eingebüßt.

Euro-Bargeld
Ein Großteil der Deutschen ist mit der eigenen finanziellen Situation zufrieden.

Die Mehrheit der Deutschen ist laut einer Umfrage zufrieden mit dem Blick aufs eigene Bankkonto. 59 Prozent bewerteten ihre finanzielle Situation mit gut oder sehr gut, so der der DSGV am Dienstag in Berlin. Im vergangenen Jahr waren es noch 52 Prozent.

Das sei der höchste Wert seit zehn Jahren, sagte Sparkassenpräsident Georg Fahrenschon eine Woche vor dem Weltspartag am 31. Oktober. Die Meinung zu bestimmten Geldanlagen hat sich aber geändert.

Rund die Hälfte gab an, die selbstgenutzte Immobilie eigne sich mit am besten, um Vermögen aufzubauen. Vor zehn Jahren hatte das erst gut jeder Vierte gesagt. Dagegen werden Lebensversicherungen nicht mehr als so gute Anlage betrachtet: Die Zustimmung ging von 66 Prozent vor zehn Jahren auf nun 24 Prozent zurück.

 Immobilienboom durch Niedrigzinsen

Lebensversicherer leiden unter der Nullzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), für die Kunden sind die Verzinsungen der Policen gesunken. Derweil haben die Niedrigzinsen einen Immobilienboom ausgelöst, da Finanzierungen günstig sind. Sparer merken die niedrigen Zinsen auch auf ihrem Konto

Fast jeder fünfte Befragte hält laut der Umfrage Rücklagen auf dem Sparbuch für geeignet, um Vermögen aufzubauen. Vor zehn Jahren waren es 30 Prozent gewesen. Fahrenschon warnte, es sei nicht überraschend, dass angesichts der guten wirtschaftlichen Lage die Menschen mit ihrer Finanzlage zufrieden seien. Nur neun Prozent der Bevölkerung bewerteten ihre Lage als eher schlecht oder schlecht.

„Das ist eine gute Momentaufnahme“, sagte Fahrenschon. „Einen Grund für Entspannung sehen wir nicht.“ Denn viele Deutsche sorgten nicht für das Alter vor – laut der Umfrage sind es 23 Prozent. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

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