Anzeige
Anzeige
7. September 2017, 11:30
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Patientenverfügung: Vier Irrtümer über formale Anforderungen

Die Patientenverfügung ist eines der wichtigsten rechtlichen Vorsorgedokumente. In ihr können Wünsche zur medizinischen Behandlung festgelegt werden, für den Fall, dass man nicht mehr in der Lage ist, diese zu selbst äußern. Über die formalen Anforderungen, die ein solches Dokument erfüllen muss, gibt es zahlreiche Irrtümer.

Patientenverfügung: Irrtümer über formale Anforderungen

In einer Patientenverfügung können Wünsche zur medizinischen Behandlung für den Fall festgelegt werden, dass man seinen entsprechenden Willen nicht mehr äußern kann.

Damit eine Patientenverfügung gültig ist, muss sie einige formale Anforderungen erfüllen. Die juristische Redaktion des Portals anwalt.de hat die häufigsten Irrtümer hierzu gesammelt und aufgeklärt.

Vier Rechtsirrtümer über die formalen Anforderungen der Patientenverfügung:

1. Patientenverfügung muss auch von einem Arzt unterschrieben werden

Laut der anwalt.de-Redaktion hält sich das Gerücht, dass ein Arzt die Patientenverfügung mitunterzeichnen müsse, besonders hartnäckig. Das sei ein “Ammenmärchen”.

“Da der Sinn und Zweck der Patientenverfügung in der vorsorglichen Ausübung des Selbstbestimmungsrechts liegt, ist die Unterschrift eines Arztes gerade nicht erforderlich”, erläutern die Rechtsexperten.

Ebenso unnötig sei eine notarielle Beurkundung oder Beglaubigung. Lediglich die Schriftform hat der Gesetzgeber bestimmt, so dass eine eigenhändige Unterschrift erforderlich ist, damit eine Patientenverfügung rechtlich bindend ist.

2. Patientenverfügung muss jährlich erneuert werden

Das rechtliche Vorsorgedokument unterliegt laut der juristischen Redaktion keinerlei Befristung, daher behält es seine Gültigkeit auch ohne Aktualisierung jahrelang.

“Praktisch ist es aber ratsam, seine Patientenverfügung in regelmäßigen Abständen zu überprüfen und neu zu unterschreiben”, empfehlen die Experten.

Eine regelmäßige Überprüfung sei sinnvoll, da sich medizinische Behandlungsmöglichkeiten und eigene Wünsche im Laufe der Zeit ändern könnten. Im Ernstfall sei es für Angehörige häufig schwer einzuschätzen, ob die vor längerer Zeit festgelegten Behandlungswünsche noch gültig sind.

Seite drei: Patientenverfügung ist nicht unwiderruflich

Weiter lesen: 1 2

Anzeige
Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Reform der Betriebsrente – VV-Fonds – Crowdinvesting – Maklerpools

Ab dem 23. November im Handel.

Cash.Special 2/2017

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Herausforderungen 2018 – bAV-Reform – Elementarschadenversicherung – Digitale Geschäftsmodelle

Ab dem 24. Oktober im Handel.

Versicherungen

Versicherungsschutz: Was bei Adoptionen zu beachten ist

Die Zahl der Adoptionen von Kindern und Jugendlichen in Deutschland ist im vergangenen Jahr erneut angestiegen. In dieser Situation gibt es jedoch vieles worauf Eltern achten müssen, unter anderem beim Versicherungsschutz.

mehr ...

Immobilien

Immobilienentwickler Instone Real Estate denkt über Börsengang nach

Der Wohnimmobilienentwickler Instone Real Estate will weiter wachsen und prüft deshalb auch einen Börsengang. Das Projektvolumen des Unternehmens liegt nach eigenen Angaben bei rund 3,4 Milliarden Euro.

mehr ...

Investmentfonds

JPMorgan zeigt Interesse an Bitcoin-Future

Jamie Dimon, der CEO von JPMorgan Chase, ist einer der bekanntesten Kritiker der Kryptowährung Bitcoin. Dennoch erwägt JPMorgan ihre Kunden beim Kauf von Bitcoin-Futures zu unterstützen. Die Kontrakte will die größte amerikanische Terminbörse CME wahrscheinlich noch dieses Jahr einführen.

mehr ...

Berater

Direktbanken: Die Service-Champions

Welche Direktbanken bieten ihren Kunden den besten Service? Dieser Frage ist die Kölner Beratungsgesellschaft Servicevalue in Kooperation mit der Tageszeitung “Die Welt” nachgegangen. Vier Institute konnten besonders überzeugen und sicherten sich einen “Gold-Rang”.

mehr ...

Sachwertanlagen

G.U.B. Analyse: „A“ für Deutsche Finance Private Fund 11

Das Hamburger Analysehaus G.U.B. Analyse bewertet den DF Deutsche Finance Private Fund 11 – Infrastruktur Global – der DF Deutsche Finance Investment GmbH aus München mit insgesamt 80 Punkten. Das entspricht dem G.U.B.-Urteil „sehr gut“ (A).

mehr ...

Recht

Mehrfachversicherung kann zu Verlust des Versicherungsschutzes führen

Was passiert im Schadensfall, wenn ein Versicherter zwei Verträge abgeschlossen hat, die das selbe Risiko absichern sollen? Kann er seinen Schaden bei beiden Versicherern geltend machen? Diese Frage hat das Oberlandesgericht (OLG) Oldenburg beantwortet.

mehr ...