Privatbanken: Einlagensicherung nur noch für Privatkunden

Deutsche Privatbanken planen, künftig nur noch Privatkunden durch den Einlagensicherung zu schützen. Wie der Bundesverband deutscher Banken (BdB) mitteilt, werden die Banken im Rahmen einer Delegiertenversammlung im April über das Vorhaben abstimmen.

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BdB-Präsident Hans-Walter Peters: „Wir wollen jetzt die Kräfte bündeln und die Finanzkraft des Einlagensicherungsfonds für jene Kunden stärken, die tatsächlich Schutz bedürfen.“

Deutschlands Privatbanken wollen im Falle einer Schieflage nur noch Privatkunden vollen Schutz für ihr Geld gewähren. Bund, Länder und Kommunen sowie bestimmte Wertpapierfirmen sollen ab dem 1. Oktober nicht mehr aus dem Topf bedient werden, den die Institute zusätzlich zur gesetzlichen Einlagensicherung gefüllt haben.

Über einen entsprechenden Reformvorschlag sollen die Vertreter der Institute bei ihrer Delegiertenversammlung am 5. April befinden, wie der BdB am Freitag mitteilte. „Wir wollen jetzt die Kräfte bündeln und die Finanzkraft des Einlagensicherungsfonds für jene Kunden stärken, die tatsächlich Schutz bedürfen“, erklärte BdB-Präsident Hans-Walter Peters.

Weiterhin Schutz für Privatkunden und Stiftungen

Für den privaten Kunden und Stiftungen ändere sich nichts, der volle Schutz bleibe ohne Einschränkungen erhalten. In der Regel seien damit pro Kunde mindestens eine Million Euro Einlage pro Bank geschützt.

In Deutschland sind im Fall einer Bankenpleite Spareinlagen bis zu 100.000 Euro pro Kunde gesetzlich geschützt. Darüber hinaus sichern fast alle Kreditinstitute hierzulande Kundengelder freiwillig ab. Für private Banken greift der Einlagensicherungsfonds des BdB. (dpa-AFX)

Foto: BdB

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