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28. Dezember 2017, 12:00
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Vertrieb 2018: “LVRG 2 wird in aller Munde sein”

2018 wird ein herausforderndes Jahr für Vermittler. Das Engagement der Vermittlerverbände für ihre Mitglieder wird vor diesem Hintergrund wird noch wichtiger. Cash.Online hat die drei großen Verbände AfW, BVK und VDVM gefragt, welche Schwerpunkte sie 2018 setzen werden.

Vertrieb 2018: LVRG 2 wird in aller Munde sein

Norman Wirth: “Gemeinsam werden wir unsere Mitglieder so unterstützen, dass sie am Ende gestärkt aus den Umwälzungen hervorgehen.”

Norman Wirth, geschäftsführender Vorstand des AfW – Bundesverband Finanzdienstleistung e.V.:

Für die unabhängigen Finanzdienstleister und Versicherungsmakler wird 2018 sicherlich kein leichtes Jahr werden. Wir werden die Umstellungen bei vielen Arbeitsabläufen und Beratungsprozessen wegen der IDD-Umsetzung und der Auswirkungen von Mifid II erleben. Im Mai tritt ein neues Datenschutzregime in Kraft.

Das LVRG 2 wird ständig in aller Munde sein. Und hinzu kommt die zumindest derzeit noch vorhandene politische Unsicherheit. Es ist schwer, in dieser Gemengelage noch von Chancen für die Vermittler zu sprechen. Es gibt sie aber. Wir haben gute Partner in der Finanz- und Versicherungsbranche, die auch auf die unabhängige Beratung setzen.

Gemeinsam werden wir unsere Mitglieder so unterstützen, dass sie am Ende gestärkt aus den Umwälzungen hervorgehen. In unserer Verbandsarbeit werden wir die Schwerpunkte darauf setzen, dass die Interessen der unabhängigen Berater und Vermittler und damit explizit auch ihrer Kunden gewahrt bleiben und es nicht zu einer Überregulierung kommt.

So wie uns das mit vereinten Kräften auch 2017 schon bei der IDD-Umsetzung gelungen ist. Kernthemen werden die Verhinderung eines Provisionsverbots durch die Hintertür im Finanzanlagenbereich sowie der Kampf gegen einen erdrückenden Provisionsdeckel – ob nun von der Bafin über die IDD-Umsetzung oder über ein LVRG 2 kommend – sein.

 

Seite zwei: BVK: “Belastungsgrenze durch das LVRG ist erreicht”

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1 Kommentar

  1. Die am Markt befindlichen Berufsverbände haben keinen nennenswerten Einfluss und müssen sich ob Ihrer geringfügigen Lobbymöglichkeiten genau so der Tatsache hingeben, dass der Markt und das Geschehen großteils seitens der Produktlieferanten gesteuert wird. Diese führen seit Jahren unabhängig einer etwaiger Interessenvertretungen geschickt eine Wandlung des Vertriebes weg vom Berater hin zur Online-Lösung. Die Lösung im Privatkundengeschäft lautet wie im Gerwerbe Geschäft um jeden Preis und woher die Vermittlung kommt ist völlig egal. Der BVK ist historisch eher die Vertretung der AU Vermittler und hat doch mit der Maklerschaft nicht wirklich was zu tun! Der VDVM vertritt seine paar hundert Grossmakler und fokussiert sich auf deren Interessen. Der AfW müht sich, hat aber auch keinen echten Einfluss. Kein einziger Verband tritt z.B. dafür ein, dass der unsägliche Multichannel-Vertrieb abgeschafft wird und die Produktlieferanten nicht mit Provisionsabhängigkeit den Markt nach ihren Willen steuern. Keiner der Verbände kann wirklich etwas gravierendes verändern und so wird das Vermittlersterben weiter und vielleicht nun auch noch schneller voran schreiten. Das Geschäftsmodell der Versicherungsvermittlung funktioniert leider nicht mehr, weshalb die Branche auch keinen Beraternachwuchs mehr in ausreichender Hinsicht bekommt. Das haben die großen Anbieter bereits seit Jahren nach Ihren Vorstellungen gesteuert und sind nun auf dem Weg hin zum voll digitalen Vertrieb. Das ertragreiche Gewerbegeschäft (ohne kleinere Unternehmen) kann man dann über übrig gebliebene Vermittler betreuen und Tarifbeiträge an welche sich Anbieter halten gibt es ohnehin nicht mehr. Im Zweifel wird dann halt der AU Vermittler über sein Ventil selbst zum Makler! Die Makler welche bis jetzt durchgehalten haben werden mit etwas Glück und wenn Sie über 50 sind ggf. Das Geschäft noch 5-10 Jahre durchhalten. Wem das nicht reicht, wird unweigerlich ein Problem bekommen. Im übrigen konnte ich in Bezug auf die unzähligen Regulierungen keinen echten Vorteil für die Kunden erkennen. Ganz im Gegenteil werden die Produkte immer noch differenzierter und komplizierter ausgestaltet, so dass die Kunden ganz bewusst den Überblick verlieren und der Nakler schneller als ihm lieb ist in die Haftungsfalle geriet. Hat doch gerade der VDVM und seine Vorgänger selbst jahrelang das Haftungsthema als Notwendigkeit einer Mitgliedschaft angeführt und hierdurch dazu beigetragen, dass nunmehr unzählige Anwälte Jagd auf Berater machen. Verbraucherschützer, Autohäuser, Krankenkassen usw, können ohne jegliche Haftung Versicherunfen vertreiben und die Interessenvertretungen schauen ohne Wiederspeuch seit Jahren zu bzw. haben ohnehin keine Möglichkeit entgegen zu wirken. Als nächstes kommt dann die Abschaffung der PKV und die einzigen welche bisweilen aufschreien sind die Mächtigen Ärzteverbände, weil diese z.B. auch anders wie die Vermittlerverbände mit einer Stimme sprechen. Letztlich sinkt das Schiff und ändern können das die bestehenden Interessenvertretungen allesamt nicht. Die Entscheidungen werden ganz woanders getroffen und wenn die Anbieter regional nicht weiter kommen, geht es halt über die EU.

    Kommentar von Hans-Jürgen Kaschak — 29. Dezember 2017 @ 20:25

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