Anzeige
Anzeige
16. März 2018, 11:04
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Verlust der Deutschen Bank 2017 größer als angenommen

Die Negativmeldungen über die Deutsche Bank scheinen nicht abzureißen. Am Freitag wurde bekannt, dass die Verluste der Bank im Jahr 2017 rund 48 Prozent über denen liegen, die in den vorläufigen Zahlen angegeben wurden. Schon zuvor wurde die Bank dafür kritisiert, ihren Mitarbeitern trotz Verlusten Boni zu zahlen.

Deutsche-bank-frankfurt-turm-taunusanlage-shutterstock 271915643 in Verlust der Deutschen Bank 2017 größer als angenommen

Zentrale der Deutschen Bank in Frankfurt am Main

Die Deutsche Bank ist 2017 tiefer in die roten Zahlen gerutscht als zunächst angenommen. Im testierten Jahresabschluss, der am Freitag veröffentlicht wurde, weist das Institut 735 Millionen Euro Verlust aus. Anfang Februar hatte die Deutsche Bank anhand vorläufiger Zahlen von 497 Millionen Verlust für das vergangene Jahr berichtet.

Hauptgrund für die Abweichung sei ein einmaliger Buchungseffekt bei Steueransprüchen in Großbritannien. Trotz des dritten Verlustjahres in Folge erhalten Mitarbeiter des größten deutschen Geldhauses rund 2,3 Milliarden Euro Boni.

Boni trotz Verlusten

Konzernchef John Cryan will die Bank wieder in die Gewinnzone führen: “Wir bekräftigen unser Ziel, für das Jahr 2018 wieder einen Nettogewinn und eine wettbewerbsfähige Ausschüttung zu erreichen. Wir haben inzwischen die Grundlage dafür geschaffen, das Potenzial unserer Bank wieder auszuschöpfen.” Für 2017 sollen die Aktionäre eine Dividende von elf Cent je Aktie erhalten.

Der Vorstand – der aktuell mit zwölf Managern besetzt ist – erhält für 2017 insgesamt 29,2 Millionen Euro Vergütung. Ein Jahr zuvor wurde der Vorstand mit rund 25,9 Millionen Euro entlohnt. Cryan erhielt für das vergangene Jahr 3,4 Millionen Euro Gehalt und damit weniger als im Vorjahr (3,8 Millionen Euro). Bereits am Wochenende war bekannt geworden, dass der Vorstand für 2017 erneut auf Boni verzichtet.

Der Topf für die variable Vergütung von Mitarbeitern ist indes wieder deutlich üppiger gefüllt als vor Jahresfrist: Fast 2,3 Milliarden Euro Boni schüttet die Deutsche Bank aus, die zum Jahresende 97.535 Vollzeitkräfte beschäftigte. 43 Prozent davon fließen jedoch erst in den kommenden Jahren. 2016 war der Bonustopf mit rund 500 Millionen Euro gefüllt. Vor allem die traditionell gut bezahlten Investmentbanker, bei denen etwa die Hälfte der Gelder landet, sollen sich für wieder steigende Boni eingesetzt haben. (dpa-AFX)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Top aktuell & kompakt! Werktags um 6.30 Uhr alle Versicherungs-News für Profis von Profis.

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 12/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Goldfonds – Rock’n’Roll – Fondspolicen – Nachrangdarlehen

Ab dem 22. November im Handel.

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Versicherungen

Cybergefahren: So werden Sie abgefischt

Gehackte Online-Shopping-Accounts, Phishing-Mails, Fakeshops: Die Liste potenzieller Cybergefahren lässt sich beliebig erweitern. Mit immer neuen Maschen versuchten Hacker, an Zugangs- oder Bankdaten zu gelangen. Wie hoch die Deutschen die Risiken einschätzen, zeigt eine aktuelle YouGov-Umfrage im Auftrag von Roland-Rechtsschutz.

mehr ...

Immobilien

Deutscher Immobilienmarkt: Bislang ein Boom – und nun?

Der Boom am deutschen Immobilienmarkt geht zu Ende, der Aufwärtstrend setzt sich jedoch auch 2019 fort. So lautet eine Kernthese des international tätigen Immobiliendienstleistungs-Unternehmens Savills in seiner Analyse „Ausblick Immobilienmarkt Deutschland“. Die Gründe.

mehr ...

Investmentfonds

Rom gibt im Haushaltsstreit nach

Italien will Strafen im Haushaltsstreit mit der Europäischen Union abwehren. Daher gibt die populistische Regierung in Rom teilweise nach. Unklar ist, ob das Strafverfahren damit abgewendet werden kann.

mehr ...

Berater

Erstes Urteil zur P&R-Vermittlung: Es war “execution only”

Das Urteil des Landgerichts Ansbach, das die Klage einer Anlegerin gegen einen Vermittler von P&R-Containern abgewiesen hat, liegt nun schriftlich vor. Demnach gab es in dem Fall einige Besonderheiten.

mehr ...

Sachwertanlagen

HEP bringt Solarfonds mit internationalem Fokus

Die HEP Kapitalverwaltung AG aus Güglingen (bei Heilbronn) hat den Vertrieb des neuen Alternativen Investment Fonds (AIF) „HEP – Solar Portfolio 1 GmbH & Co. geschlossene Investment KG“ gestartet.

mehr ...

Recht

Krankenversicherung des Kindes von der Steuer absetzen

Ist ein Kind durch die Eltern privat krankenversichert, so sind monatlich Beiträge an die Versicherung zu entrichten. Sind die gesetzlichen Voraussetzungen erfüllt, so können diese Beiträge als Sonderausgaben steuerlich abgesetzt werden.

mehr ...