16. Mai 2019, 16:21
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Ruhestand ante Portas

In der Finanzdienstleistungsbranche mangelt es an hochwertigen konzeptionellen Beratungsansätzen für die Zielgruppe 50plus. Die meisten Vermittler sind auf Ansparprozesse und Kapitalaufbau fokussiert, nicht auf das Entsparen.

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Loriot als Heinrich Lohse in “Pappa ante Portas”

Ruhestandsplanung? Damit hat sich Heinrich Lohse, Einkaufsdirektor bei der Deutsche Röhren AG, bislang nicht auseinandersetzen müssen. Jeden Tag geht er motiviert zur Arbeit und strotzt dort nur so vor Tatendrang. Doch als er eines Tages Schreibmaschinenpapier und Radiergummis für 40 Jahre im Voraus ordert, um einen Mengenrabatt auszuhandeln, wird er vom Generaldirektor in den sofortigen Vorruhestand versetzt.

Heinrich ist nun jeden Tag zuhause – sehr zum Leidwesen seiner Frau Renate, die das Heinrich-freie Leben tagsüber immer sehr genossen hat. Doch jetzt möchte er sich unbedingt im Haushalt nützlich machen – und sorgt damit für großes Chaos im Hause Lohse. “Ich habe mir deinen Ruhestand irgendwie anders vorgestellt”, wirft Renate ihm irgendwann vor. “Entschuldige, das ist mein erster Ruhestand. Ich übe noch!”, verteidigt sich Heinrich.

Auszahlungsphase immer wichtiger

Natürlich ist Heinrich Lohse nur ein fiktiver Charakter, dargestellt von Loriot in seinem Kinofilm “Pappa ante Portas” (1991). Doch ähnlich wie den Einkaufsdirektor der Deutsche Röhren AG scheint der Ruhestand viele Deutsche eher unvorbereitet zu treffen – hinreichend dafür gewappnet sind jedenfalls nur die wenigsten. Bei den meisten Deutschen herrscht immer noch erschreckende Unkenntnis darüber, wie lange sie durchschnittlich leben werden und mit dem angesparten Geld auskommen müssen. Die Ruhestandsplanung wird sträflich vernachlässigt.

Hinzu kommt, dass es in der Finanzdienstleistungsbranche an hochwertigen konzeptionellen Beratungsansätzen für die Zielgruppe 50plus mangelt, die meisten Vermittler sind auf Ansparprozesse und Kapitalaufbau fokussiert, nicht auf das Entsparen. Dabei gewinnt die Auszahlungsphase angesichts der längeren Lebenserwartung und der damit verbundenen längeren Rentenbezugsdauer immer mehr an Bedeutung.

Seite zwei: “Der Produktverkauf ist tot”

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