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18. Juni 2010, 18:19
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MPC/HCI präsentieren Rettungsplan für Ölplattform-Fonds

Die Hamburger Emissionshäuser MPC und HCI haben einem Medienbericht zufolge ein Sanierungskonzept für ihren Ölplattform-Fonds „Deepsea Oil Explorer“ vorbereitet. Investoren erwarten Abstriche, da die Plattform später fertiggestellt wird als erwartet.

Lplattform in MPC/HCI präsentieren Rettungsplan für Ölplattform-Fonds

Fast 210 Millionen US-Dollar sammelten die beiden Initiatoren bei Anlegern ein, um die Investition in eine Erkundungsplattform zu finanzieren, die vor der Küste Brasiliens nach Öl suchen soll. Inklusive Fremdkapital nehmen MPC und HCI für die Beteiligung 680 Millionen US-Dollar in die Hand.

Doch Verzögerungen machen einen Strich durch die Rechnung. Nachdem sich 2008 bereits der Vertriebsstart in die Länge zog, lässt nun die Fertigstellung der Plattform weiter auf sich warten. Das allerdings kommt den Fonds teuer zu stehen. Der Plan sah eigentlich vor, dass der halbstaatliche Ölkonzern Petrobras die Deepsea Explorer für sieben Jahre chartert. Pro Tag sollten die Brasilianer 300.000 US-Dollar Miete zahlen und dem Fonds damit sichere Einnahmen bescheren.

Doch der Generalunternehmer SBM hängt im Zeitplan hinterher. Bereits Ende 2009 wurde der Fonds, der zwischenzeitlich auch als kapitalgesicherte Variante in den Vertrieb ging, vom Markt genommen. Damals hieß es als Begründung, die für Mitte 2010 geplante Ablieferung der Bohrplattform verzögere sich um drei bis sechs Monate. Laut MPC-Angaben waren die Kontingente zu diesem Zeitpunkt allerdings bereits erfüllt, sodass keine Platzierungsgarantie in Anspruch genommen werden musste.

Das Problem: Petrobras stellt für jeden Tag Verspätung 95.000 US-Dollar Strafe in Rechnung. Entsprechende Informationen der „Financial Times Deutschland“ (FTD) bestätigte ein MPC-Sprecher gegenüber cash-online. Eigentlich wollte das Unternehmen die Plattform ab August nutzen, doch diesen Zeitplan halten Generalunternehmer und Betreibergesellschaft nicht ein.

Um die Zwangsverwertung durch die finanzierenden Banken zu verhindern, erkaufen die Initiatoren Zeit und schießen 12,6 Millionen US-Dollar nach. Statt bei SBM auf Strafzahlungen zu pochen, wurde eine Belohnung für eine zügige Ablieferung ausgerufen.

Seite 2: Was den Fonds-Anlegern blüht

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1 Kommentar

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    Kommentar von Kausch — 21. Juni 2010 @ 16:16

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