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21. Februar 2011, 15:44
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Debakel für BAC-Fonds: Chapter-11-Verfahren abgelehnt

Der Berliner Initiator BAC ist mit seinem Antrag gescheitert, Gläubigerschutz für sein Policenportfolio LTAP zu eröffnen. Eine Hiobsbotschaft für das Emissionshaus und die 8.000 Fonds-Anleger, die insgesamt 175 Millionen US-Dollar investiert haben.

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Bis zuletzt hatte das Management der Berlin Atlantic Capital (BAC) in den USA versucht, die Einlagen zu retten. Vergangene Woche scheiterten Verhandlungen mit der US-Bank Wells Fargo, die dem Lifetrust Asset Pools (LTAP) einen Kredit in Höhe von 225 US-Dollar fälliggestellt und darauf gedrängt hat, das Policenportfolio der acht betroffenen Lebensversicherungs-Zweitmarktfonds der Serie “Lifetrust” zu verwerten.

Heute folgte mit der Entscheidung des US-Bezirksgerichts in Wilmington/Delaware, den Antrag auf Eröffnung eines Chapter-11-Verfahrens abzulehnen, der endgültige Schicksalsschlag.

Zwar sei es, so BAC, in der vorvergangenen Woche gelungen, eine Zwischenfinanzierung über rund 40 Millionen US-Dollar von einem externen institutionellen Investor zu sichern. Damit habe man eine wesentliche Bedingung des Gerichts für die Eröffnung eines Chapter-11-Verfahrens erfüllt, erklärt das Unternehmen.

Jedoch orientierten sich die Richter bei ihrer Entscheidung am aktuellen Marktwert des LTAP-Portfolios und sahen deshalb keine ausreichende Grundlage, um einen angemessenen Schutz des Hauptgläubigers Wells Fargo bei gleichzeitiger Finanzierung der laufenden Versicherungsprämien durch einen externen Investor zu gewährleisten.

Wells Fargo kann Policen zum “Spottpreis” übernehmen

Die Kontrolle über das Vermögen der Lifetrust-Fonds fällt somit in die Hände von Wells Fargo. Das Gericht taxierte die rund 400 US-Lebensversicherungspolicen – nahezu das gesamte Vermögen der BAC-Policenfonds – auf 232 Millionen US-Dollar.

“Wir haben uns mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln gewehrt. Dass sich die Entscheidung des Gerichts am Ende auf die kurzfristig niedrige Bewertung des LTAP-Policenportfolios stützt, bedauern wir sehr”, sagt BAC-Geschäftsführer Franz-Philippe Przybyl.

Er glaubt, dass man es bei Wells Fargo darauf abgesehen hat, das Portfolio zu einem “Spottpreis” zu übernehmen und auf der Grundlage der langfristigen Wertentwicklung fortzuführen. BAC beziffert die Ablaufleistung der im LTAP gebündelten Policen auf rund 1,4 Milliarden US-Dollar. Alternativ könnte das US-Geldhaus die Policen auch sofort verkaufen. Für die Anleger macht das aber kaum einen Unterschied, sie sehen vom Erlös ohnehin nichts.

“Damit zeigt sich die eigentliche Absicht und Strategie der Bank. Hätte Wells Fargo eine Refinanzierung im Sinne der Anleger angestrebt, hätte LTAP dies natürlich vollumfänglich unterstützt”, so Przybyl. Nachdem sich Wells Fargo jedoch in den letzten Wochen weitgehend unkooperativ verhalten habe, rechne er nicht mit einem Vorgehen im Sinne der Anleger.

Seite 2: “Operatives Geschäft und Fondsadministration nicht betroffen”

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3 Kommentare

  1. […] der Entscheidung des zuständigen US-Bezirksgerichts gegen den Antrag auf ein Gläubigerschutzverfahren („Chapter 11“) hatte das BAC-Management […]

    Pingback von » BAC erzielt außergerichtliche Einigung mit Wells Fargo — 21. März 2011 @ 15:40

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