Cash Life schwächelt weiter im Kerngeschäft

Der Pullacher Finanzdienstleistungskonzern Cash Life tut sich im Kerngeschäft Policenhandel weiter schwer. Die Bilanz für 2010 zeigt, dass Umsatz und Ankaufsvolumen gegenüber dem bereits schwachen Vorjahr abermals zurückgingen. Positiv zum Ergebnis beigetragen hat indes der gerichtliche Vergleich im Rechtsstreit mit dem Emissionshaus MPC.

Cash-Life-Chef Frank Alexander de Boer
Cash-Life-Chef Frank Alexander de Boer

Ausweislich der endgültigen Geschäftszahlen hat Cash Life 2010 ein operatives Ergebnis von 6,8 Millionen Euro erwirtschaftet. Im Vorjahr waren es drei Millionen Euro. Im Zuge der Finanzkrise waren die Geschäfte massiv eingebrochen.

Weiterhin schwierig läuft der Handel mit Zweitmarkt-Lebensversicherungen. Im Gesamtgeschäftsjahr 2010 hat Cash Life Policen im Wert von rund sechs Millionen Euro angekauft. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Vorjahr (9,4 Millionen Euro).

Auch die Umsatzerlöse des Konzerns bröckelten von 26 auf vier Millionen Euro weiter zusammen. Beim Finanzergebnis vergrößerte sich der Fehlbetrag von minus 1,4 auf minus 1,9 Millionen Euro. Die operativen Aufwendungen einschließlich der einmaligen Restrukturierungskosten summierten sich indes auf rund zehn Millionen Euro nach 9,3 Millionen Euro im Vorjahr.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr von 1,7 auf 3,6 Millionen Euro. Wie Cash Life mitteilt, wurde die Steigerung positiv durch den Vergleich beeinflusst, mit dem das Klageverfahren gegen mehrere Fondsgesellschaften endete.

Das Unternehmen lag unter anderem mit dem Initiator MPC im Clinch, nachdem dieser die Service- und Verwaltungsverträge für zwölf Policen-Fonds gekündigt hatte. Der Vergleich sieht vor, dass Cash Life insgesamt 6,8 Millionen Euro erhält. Die Klage hatte einen Streitwert von mehr als 30 Millionen Euro.

Negativ zu Buche schlug dagegen die Anschubfinanzierung der Anfang 2010 gegründeten Tochter Max.Xs. Die Anlaufverluste betrugen 1,2 Millionen Euro. (hb)

Foto: Cash Life

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