18. Oktober 2012, 12:28
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MPC Capital befragt Anleger zu Provisionsmodellen

Die Anleger von heute sind für Themen wie Weichkosten, Gebühren und Vertriebsprovisionen anders sensibilisiert als früher. Gestützt wird diese Einschätzung durch eine aktuelle Studie von MPC Capital.

Betz Online-127x150 in MPC Capital befragt Anleger zu Provisionsmodellen

MPC-Vorstand Alexander Betz

Im Auftrag des Hamburger Emissionshauses hat das Marktforschungsinstitut You Gov 500 Finanzentscheider deutscher Haushalte mit einem Haushaltsnettoeinkommen von mindestens 4.000 Euro befragt. Für 63 Prozent der Befragten spielt die Vertriebsprovision bei der Investitionsentscheidung eine wichtige oder sogar sehr wichtige Rolle. Bei der Frage nach der Vergütungsstruktur indes scheiden sich die Geister: Ältere und erfahrenere Anleger bevorzugen erfolgsabhängige Vergütungsstrukturen, während Jüngere eher eine höhere Anfangsprovisionen in Kauf nehmen. So das zweite zentrale Ergebnis der MPC-Studie. Dafür wurden den Umfrageteilnehmern vier Provisionsmodelle zur Auswahl gestellt:

Modell 1: Einmalige Provision in Höhe von zehn Prozent auf die Beteiligungssumme.

Modell 2: Anfangsprovision fünf Prozent zuzüglich einer laufenden Provision von 0,5 Prozent pro Jahr auf die Beteiligungssumme.

Modell 3: Anfangsprovision drei Prozent zzgl. einer laufenden Provision von 0,5 Prozent pro Jahr auf die Beteiligungssumme und einer erfolgsabhängigen Vergütung von zwei Prozent auf die Beteiligungssumme am Ende der Laufzeit, sofern Sie als Anleger bereits eine Mindestrendite von sechs Prozent jährlich erzielt haben.

Modell 4: Anfangsprovision von sechs Prozent auf die Beteiligungssumme, zzgl. einer laufenden erfolgsabhängigen Vergütung von zwei Prozent auf die Rückflüsse des Fonds.

Sofern sich das Beteiligungsangebot prospektgemäß, würde der Anleger nach Angaben von MPC Capital bei allen vier Modellen das gleiche Ergebnis erzielen. Unterschiede ergäben sich nur bei einem abweichenden Verlauf: Bei einer negativen Entwicklung des Fonds böte das vierte Modell das günstigste Ergebnis. Darüber hinaus dürfte diese Vergütungsstruktur auch die größte Gleichrichtung der Interessen sicherstellen.

Allerdings: Mit etwa einem Drittel der Stimmen ist das Modell mit einer dreiprozentigen Anfangsprovision, einer laufenden Vergütung von 0,5 Prozent auf die Beteiligungssumme sowie eine weitere erfolgsabhängige Komponente am Laufzeitende das Beliebteste. Jedoch präferierten mit rund 30 Prozent fast genauso viele Befragte das einfachste Modell, mit einer einmaligen Provisionszahlung von zehn Prozent auf die Beteiligungssumme. Vor allem Jüngere wählten die höhere Anfangsprovision, während Ältere sowie bereits in geschlossene Fonds investierte Anleger und Kenner zu den Modellen mit erfolgsabhängiger Vergütung tendierten, ermittelte You Gov.

Die trotz größerer Sicherheit eher verhaltene Zustimmung zum vierten Modell mit einer auf die erwirtschafteten Rückflüsse bezogenen laufenden Vergütung dürfte auf die höhere Komplexität des Modells zurückzuführen sein, vermutet Alexander Betz, Vorstand der MPC Capital AG und schlussfolgert: „Hier sind Emissionshaus und Berater gefordert, dem Anleger Vergütungsstrukturen sowie deren Konsequenzen und Vorteile transparent darzustellen und zu erklären“. (af)

Foto: MPC Capital

1 Kommentar

  1. Vergesst es. Habe mal 2010 für bis damals völlig unbekanntes Emissionshaus auf selbstsändiger Basis – sprich nur Provisionsbasis – gearbeitet. renne bis heuet meinem geld hinterher, die nehmen nicht mal die gesetzliche Auskunftspflicht gem. HGB ernst. Warum soll ich also auf eigene Kosten Telefon, Auto (ja, nicht mal Prospekte konnten die Termingerecht an den Kunden verschicken, Zusatzfahrten!), Bürodienst, etc. für Kapitalanleger zur Verfügung stellen. Lehrgeld, nie wieder.

    Kommentar von Forget it — 18. Oktober 2012 @ 13:29

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