„Ackerflächen sind wertstabil“

Nature Capital bietet Anlegern die Beteiligung an Ackerflächen und Agrarbetrieben in Nordeuropa an. Im Interview mit Cash.Online erläutert Geschäftsführer Wolfgang Wetzel, wie er für sie eine Kapitalmehrung von sieben Prozent pro Jahr erwirtschaften will.

Wolfgang Wetzel, Chef von Nature Capital

 

Wie kommt man auf die Idee, gerade im „Regulierungsjahr 2013“ ein Emissionshaus für geschlossene Fonds zu eröffnen?

Wetzel: Mein Team und ich sind in Familien von Landwirten aufgewachsen, kennen sich mit dem Asset Acker aus und sind davon überzeugt, dass es keine wertstabilere Kapitalanlage gibt. Zudem ist das Emissionshaus wirtschaftlich wie personell so aufgestellt, dass wir die Anforderungen des neuen KAGB erfüllen können. In den sieben Jahren als Geschäftsführer bei dem Initiator Nordcapital habe ich mit meinen heutigen Mitarbeitern unter anderem Wald- und Solarfonds konzipiert, die ihre Prospektprognosen voll erfüllen.

Der Publikumsfonds und das Private Placement sollen nicht nur Ackerflächen, sondern zusätzlich Agrarbetriebe erwerben. Aus welchem Grund?

Wetzel: Häufig werden uns landwirtschaftliche Betriebe mit großen zusammenhängenden Ackerflächen im Osten Deutschlands angeboten. Deren Besitzer wollen sich aus Altersgründen zurückziehen und die Flächen samt Betrieb verkaufen. Der Generationswechsel scheitert häufig daran, dass jungen Landwirten das dafür notwendige Eigenkapital fehlt. Mithilfe der Anleger können unsere Fondsgesellschaften die Flächen und Betriebe erwerben und an Landwirte und Agrarkonzerne zu einem Zins von 4,5 Prozent des Erwerbspreises pro Jahr verpachten.

Wie sieht das Engagement dieser Großkonzerne genau aus?

Wetzel: Einen Teil der Flächen unseres Portfolios wollen wir von den beiden börsennotierten Großagrarier Tonkens Agrar AG und KTG Agrar AG im Wege der Lohnbewirtschaftung betreiben lassen. Dadurch partizipieren wir nicht nur durch eine Pacht, sondern sind auch am Mehrertrag der Ackerflächen beteiligt.

Was wird auf den Äckern angebaut?

Wetzel: Vornehmlich die Getreidesorten Weizen, Roggen und Gerste sowie Mais oder Raps. Vor dem Hintergrund der zunehmenden Nachfrage nach Fleisch, Biotreibstoff und Biogas und der fortschreitenden Landversteppung wird fruchtbarer Ackerboden zu einem wertvollen Gut. Denn anders als viele andere Kapitalanlageobjekte, die Immobilie etwa, steht ein Stück Ackerland niemals leer. Es bringt ohne großes Zutun jedes Jahr seinen Ertrag und sorgt dabei für die unverzichtbare Nahrung von Mensch und Tier.

Deshalb kalkulieren Sie mit einem Wertzuwachs von Grund und Boden?

Wetzel: Wir gehen von einer jährlichen Wertsteigerung des Ackerlandes zwischen drei und fünf Prozent aus. Wie konservativ wir dabei kalkulieren, zeigt eine Erhebung des Bundesamts für Vermögen BVVG, das aus eigenen Landverkäufen zwischen den Jahren 2007 und 2012 einen Wertzuwachs von mehr als 50 Prozent realisiert hat.

Seite 2: Produkt- und Vertriebsstrategie des Initiators im Überblick

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