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12. Februar 2013, 12:21
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Vertriebsumfrage: Mehr Transparenz und Vertrauen

Seit Anfang des Jahres gilt eine neue Zeitrechnung für Vertriebe. Zu diesem Zeitpunkt wurde der Grundstein für den echten Wettbewerb zwischen den Vertriebskanälen geschlossener Fonds gelegt: Freie Anlagevermittler und -berater benötigen eine Erlaubnis, wenn sie geschlossene Fonds vertreiben wollen.

So ist es in Paragraf 34f der Gewerbeordnung (GewO) vorgesehen, der im Zuge der Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts eingefügt wurde und mit dem Jahreswechsel in Kraft getreten ist.

Die neue Vorschrift gilt für Investmentfonds, Anteile an geschlossenen Fonds und sonstige Vermögensanlagen, wobei die Erlaubnis auch nur für einzelne Teilbereiche beantragt werden kann.

Die Übergangsfrist dafür endet am 30. Juni 2013 und gilt auch für Inhaber von Bescheinigungen nach Paragraf 34c GewO. Bei ihnen entfällt lediglich die in der neuen Vorschrift vorgesehene Prüfung der persönlichen Zuverlässigkeit und geordneten Vermögensverhältnisse.

Zusätzlich zur strengen Regulierung wird erwartet, dass der Absatz der im Rahmen der AIFM-Richtlinie ebenfalls stark regulierten geschlossenen Fonds in 2013 zu einer Herausforderung für den Vertrieb wird. Cash. hat führende Vertriebe aus der Beteiligungsbranche zu ihren Einschätzungen für das laufende Jahr befragt.

Helmut Schulz-Jodexnis, Vorstand Jung, DMS & Cie. Fundmatrix AG, Grünwald

2012 war speziell für die laufenden Schiffsfonds sehr herausfordernd. Das Jahr war von zahlreichen Fortführungskonzepten, Insolvenzen und Schiffsverwertungen gekennzeichnet.

58 Prozent Absatzeinbruch im Schiffsbereich

Dieser Trend wird sich 2013 noch einmal verschärfen und wirkt sich auf das Gesamtimage der Geschlossenen Fonds negativ aus. Trotzdem konnten mit Zweitmarktfonds noch gute Schiffsumsätze realisiert werden, obwohl der Schiffsbereich erneut 58 Prozent an Absatz verloren hat.

Schulz-Jodexnis-254x300 in Vertriebsumfrage: Mehr Transparenz und Vertrauen

Helmut Schulz-Jodexnis: “Wir rechnen mit einem moderaten Start in das Jahr 2013.”

Insgesamt konnten wir das Jahr 2012 erneut mit einem deutlichen Plus von 15 Prozent abschließen, wobei die KG Fonds bei circa minus acht Prozent gegenüber Vorjahr lagen, während der Bereich der Direktinvestitionen in Immobilien zum Beispiel deutlich zugenommen hat.

2013 wird sich der Vertrieb zunächst an die neuen Beratungsprozesse und Dokumentationen, die seit 1. Januar 2013 durch die Regulierung gefordert werden, gewöhnen müssen.

JDC bietet hier eine aufsichtsrechtlich geprüfte Lösung, die automatisch die Plausibilität der Beratung prüft und für die Partner die erforderlichen Unterlagen automatisch zusammenstellt und auch archiviert.

Außerdem gibt es wirtschaftliche Lösungen im Bereich der Vermögensschadenhaftpflicht Versicherung und Jahresprüfung für die Vertriebspartner. So sind auch schon viele JDC Partner sorglos in das neue Jahr gestartet.

Umsetzung der AIFM spürbar

Die Umsetzung der AIFM Mitte 2013 wird sich ebenfalls bemerkbar machen. Die Anforderungen werden also für Vertrieb und Emittenten komplexer und der Aufwand steigt in allen Bereichen.

Die umfangreiche Dokumentation und die Veränderungen in den Produktunterlagen werden auch zu einer völlig neuen Wahrnehmung der Geschlossenen Fonds beim Anleger führen.

Die Anleger sind bezüglich der Eurokrise und des internationalen wirtschaftlichen Umfeldes immer noch verunsichert, was weiterhin für Zurückhaltung bei Investitionen sorgt.

Wir rechnen mit einem moderaten Start in das Jahr 2013. Insgesamt sind wir verhalten optimistisch was das Gesamtjahr angeht. Die Direktinvestitionen in Immobilien werden weiterhin interessant für den Vertrieb bleiben.

Zusätzlich werden Versicherungslösungen und z.B. Anleihen das Angebotsfeld erweitern. Hier sind ein paar interessante Dinge in Aussicht. Bei den KG Fonds werden wir weiter auf die Anbieter mit guter Leistungsbilanz, gutem Service und Nachhaltigkeit setzen.

Die langfristige Anbieterqualität und die Leistungsfähigkeit in dem herausfordernden Umfeld sind ein wichtiges Selektionskriterium. Es ist außerdem wichtig, dass Emittenten und Vertrieb gemeinsam und konstruktiv die Probleme in der Schiffsfinanzierung meistern.

Produktqualität, Performance und Transparenz der Angebote und handelnden Personen werden darüber entscheiden, ob der „Geschlossene Fonds“ als gut gemanagte Sachwertanlage, für den Anleger attraktiv bleibt.

Seite zwei: Statement von Holger Lies, OFG Ohrmundt Finanzdienstleistungen GmbH

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