11. Mai 2011, 15:09
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Teuerster Bürostandort: London erobert Spitzenplatz zurück

Das Londoner West End ist nach einem Ranking der internationalen Immobilienberatung Knight Frank wieder der teuerste Bürostandort der Welt. Damit überflügelt es Tokio, das im Vorjahr den Spitzenplatz inne hatte.

London-big-ben-shutt 27013022-127x150 in Teuerster Bürostandort: London erobert Spitzenplatz zurückDemnach erreichen die Spitzenmieten für Büroflächen im Londoner West End fast 1.068 Euro pro Quadratmeter und Jahr und haben damit im Vergleich zum Vorjahr um 31 Prozent zugelegt. Zu diesem Ergebnis kommt der „Global Real Estate Markets Annual Review & Outlook 2011“ von Knight Frank, in dem Daten und Fakten zu den gewerblichen Immobilienmärkten in aller Welt veröffentlicht sind. Aufgrund der Finanzkrise und damit verbundenen sinkenden Mieten war das West End in den beiden vorherigen Jahren im internationalen Mietvergleich auf Platz zwei abgerutscht.

In Tokio sind die Mieten laut Knight Frank in 2010 wegen hoher Leerstände und – bereits vor den jüngsten Katastrophen – moderater Konjunkturaussichten gesunken und lagen Ende 2010 bei rund 1.051 Euro pro Quadratmeter und Jahr. Hongkong konnte mit Büromieten von fast 902 Euro von Platz zehn im Vorjahr auf Platz drei in 2010 klettern. Die hohe Nachfrage für ein beschränktes Angebot hochwertiger Büros habe die Mieten nach oben getrieben. In den Top Ten folgen Moskau, Paris, Singapur, London City, Sydney, Mumbai und Lagos.

Mit 408 Euro pro Quadratmeter und Jahr belegt Frankfurt als teuerster deutscher Standort Platz 26 im internationalen Ranking, gefolgt von München mit 354 Euro auf Platz 32 und Berlin mit 246 Euro auf Platz 61. Für alle drei deutschen Standorte prognostiziert Knight Frank für das laufende Jahr einen Zuwachs bei den Mieten.

Laut Knight Frank haben sich die Spitzenmieten in 2010 an den meisten europäischen Standorten stabilisiert oder bereits angezogen. Am stärksten seien sie in London und Paris gestiegen, gefolgt von Moskau, Stockholm und Warschau. In einigen wirtschaftlich schwachen Märkten wie Spanien könnten die Mieten dagegen 2011 weiter fallen.

Insgesamt sollen an rund der Hälfte der 105 untersuchten Standorte die Mieten 2011 steigen, in einem weiteren Drittel rechnet Knight Frank mit stabilen Mieten. „Weltweit betrachtet befinden sich die gewerblichen Immobilienmärkte mitten in einer Phase der Erholung, angeführt von wichtigen Finanzzentren wie London, Hongkong, Singapur und New York“, kommentiert Matthew Colbourne, Senior Analyst im Internationalen Research von Knight Frank. „Die wirtschaftliche Erholung hat die Nachfrage nach Büroflächen gesteigert. Da an vielen Standorten weniger neue Büroflächen auf den Markt kamen, sind die Mieten gestiegen und die Leerstände gesunken.“ In einigen Märkten, an denen die wirtschaftlichen Perspektiven unsicher sind oder das Flächenangebot hoch ist, würden die Mieten dagegen unter Druck bleiben. Hierzu zählten Madrid, Seoul, Dubai und Los Angeles. (bk)

Foto: Shutterstock

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Concordia Versicherungen leiten Vorstandswechsel ein

Bei den Concordia Versicherungen kündigt sich für 2020 ein Führungswechsel an: Nach über 25 Jahren, davon 18 Jahre an der Spitze der Concordia, wird Dr. Heiner Feldhaus zum 29. Februar 2020 die Leitung des Konzerns übergeben und sich in den Ruhestand verabschieden.

mehr ...

Immobilien

Wo Düsseldorf Köln beim Immobilienkauf abhängt – und umgekehrt

Welche rheinische Großstadt liegt beim Immobilienkauf vorne: Düsseldorf oder Köln? Der Baufinanzierer Hüttig & Rompf analysiert in seinem neuen Marktreport „Immobilienfinanzierung Köln / Düsseldorf“ die typischen Käufer in beiden Städten. 
mehr ...

Investmentfonds

Moventum: Defensivere Ausrichtung der Portfolios

Moventum Asset Management richtet seine Portfolios angesichts der steigenden Risiken defensiver aus. Das wurde nach der quartalsweisen Asset-Allokation-Konferenz beschlossen. „Die Weltwirtschaft wächst langsamer, das Risiko einer Rezession hat signifikant zugenommen“, sagt Sascha Werner, Portfoliomanager bei Moventum AM.

mehr ...

Berater

Zinstief drückt Bankgewinne – womöglich Strafzinsen für mehr Kunden

Das Zinstief wird zur Dauerbelastung für Deutschlands Banken und Sparkassen – und könnte bald auch zu Lasten von mehr Kunden gehen. Ein weiterer Rückgang der Gewinne der Institute in den nächsten Jahren sei “sehr wahrscheinlich”, stellten die Finanzaufsicht Bafin und die Deutsche Bundesbank am Montag fest.

mehr ...

Sachwertanlagen

PATRIZIA erwirbt Wohnanlage in Aarhus, Dänemark

Die PATRIZIA AG, der globale Partner für paneuropäische Immobilieninvestments, hat zusammen mit Universal-Investment im Auftrag der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) ein Wohnbauprojekt mit 136 Einheiten im dänischen Aarhus erworben. Der Ankauf erfolgte im Rahmen einer off-market Transaktion. Verkäufer ist ein Konsortium privater Investoren.
mehr ...

Recht

ifo Institut sieht Licht und Schatten im Klimapaket

Das ifo Institut sieht im Klimapaket Licht und Schatten. Die CO2-Bepreisung über Zertifikate sei der richtige Weg. Die Vorgabe von festen CO2-Preisen bis 2025 sei jedoch mit einem funktionierenden Zertifikatesystem unvereinbar. Ein Kommentar von Clemens Füst, Präsident des ifo Instituts.

mehr ...