Gewerbeobjekte: Transaktionen leicht zurückgegangen

Am deutschen Investmentmarkt für Gewerbeimmobilien wurde nach Aussage des Immobilienberaters CBRE im ersten Quartal 2012 ein Transaktionsvolumen von rund 5,1 Milliarden Euro und damit ein um sieben Prozent niedrigerer Wert als im Vorjahreszeitraum registriert.

buerotuerme-shutt_46606915„Deutschland ist weiterhin einer der gefragtesten Zielmärkte für Immobilieninvestoren weltweit. Darin spiegelt sich auch die Flucht der Investoren in sichere Anlagehäfen wider, wie sie der Wirtschaftsstandort Deutschland mit seinen robusten gesamtwirtschaftlichen Fundamentaldaten nachhaltig bietet. Festzuhalten bleibt aber auch, dass der Mangel an geeigneten Produkten vor allem im Core- und Core Plus-Segment bei dem latenten Nachfrageüberhang nach deutschen Gewerbeimmobilien ein noch höheres Transaktionsvolumen verhindert hat“, kommentiert Fabian Klein, Head of Investment bei CBRE in Deutschland.

Im Investorenfokus standen laut CBRE weiterhin im Wesentlichen die fünf Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und München, auf die 48 Prozent des gesamten bundesweiten Umsatzes entfielen. Insgesamt wurden in den fünf Immobilienhochburgen 2,45 Milliarden Euro und somit 38 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum registriert. Mit einem Transaktionsvolumen von 720 Millionen Euro (plus 183 Prozent gegenüber dem Vorjahr) belegt München den ersten Platz vor Frankfurt mit 659 Millionen Euro (plus 156 Prozent) und Hamburg mit 490 Millionen Euro (minus fünf Prozent). In Berlin wurden 363 Millionen Euro verzeichnet (minus 18 Prozent), in Düsseldorf 223 Millionen Euro (minus 27 Prozent).

Auffallend ist laut CBRE der hohe Anteil inländischer Investoren, die mit 3,9 Milliarden Euro für mehr als drei Viertel des gesamten Transaktionsvolumens verantwortlich zeichnen. Dominierende Nutzungsart waren im ersten Quartal 2012 Büroimmobilien mit 2,55 Milliarden Euro oder 50 Prozent des gesamten Transaktionsvolumens, nachdem diese in den beiden vorherigen Jahren deutlich hinter Einzelhandelsobjekten zurückblieben. Auf letztere entfielen im ersten Quartal nur 27 Prozent oder 1,35 Milliarden Euro des Transaktionsvolumens. Auf Logistik- und Industrieimmobilien entfielen 440 Millionen Euro oder rund neun Prozent des Investmentvolumens. (bk)

Foto: Shutterstock

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