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27. September 2012, 10:20
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Historische Bausubstanz in Dresden und Berlin ist top

Die Faszination historischer Gebäuden geht laut der Studie vor allem auf das äußere Erscheinungsbild zurück. Mit 71 Prozent schätzen die Deutschen am meisten die historischen Fassaden an restaurierten denkmalgeschützten Häusern. Auf Rang zwei liegt Fachwerk, das mit 58 Prozent mehr als jeder zweite Deutsche hier nennt. Dabei gibt es bei den Vorlieben regionale Unterschiede. Bürger aus dem Westen Deutschlands bevorzugen beispielsweise hohe Räume mit 44 Prozent doppelt so häufig wie die Ostdeutschen (22 Prozent). Fast ebenso eindeutig ist die höhere Präferenz der Westdeutschen für hohe Fenster (40 Prozent zu 24 Prozent in Ostdeutschland). “Bemerkenswert ist auch, dass Frauen bei historischen Gebäuden stärker auf bauliche Besonderheiten achten als Männer”, bemerkt Pantera-Vorstand Ries. So schätzen Frauen an Denkmälern beispielsweise Stuck (56 zu 50 Prozent), Erker (52 zu 42 Prozent), Sprossenfenster (34 zu 29 Prozent) und große Innenhöfe (46 zu 35 Prozent) stärker als die Männer.

“Auch die bisherige Wohnsituation hat Auswirkungen auf die Bau-Präferenzen”, weiß Ries zu berichten. So bevorzugen Großstädter überdurchschnittlich häufig die historischen Immobilien wegen der meist großen Räume (54 Prozent zu 44 Prozent im Bundesdurchschnitt). Zudem gibt es Unterschiede bei den verschiedenen Altersgruppen. Ältere betonen beispielsweise viel häufiger die Bedeutung von Erkern (52 Prozent im Alter von mehr als 60 Jahren zu 37 Prozent bei den Unter-30-Jährigen). Umgekehrt verweisen Jüngere deutlich häufiger auf die in Denkmälern verbreiteten höheren Decken (47 Prozent, dagegen nur 34 Prozent in der ältesten Altersgruppe).

Hintergrund: Die Studie “Denkmalgeschützte Immobilien” wurde – wie die ersten Auflage – in Zusammenarbeit mit dem Institut für Demoskopie (IfD) Allensbach erstellt. Das IfD hat in der bundesweit repräsentativen Umfrage in diesem Jahr 1.669 in Deutschland lebende Bürger ab 16 Jahre persönlich (face-to-face) befragt. (te)

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