23. Dezember 2013, 10:16
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohnimmobilien: Auf dem Kaufpreiszenit

Die anhaltende Unsicherheit an den Finanzmärkten hat auch in den vergangenen zwölf Monaten die Nachfrage nach Immobilienanlagen angeheizt. Vor allem Zinshäuser sind stark gefragt, das Preisniveau ist in die Höhe geschnellt.

Zinshäuser

Deutlich aufgeholt hat auch Berlin, das vor einigen Jahren noch ein moderates Preisniveau aufwies. Laut E&V werden Zinshäuser in guten Lagen dort mittlerweile zum 20,3-Fachen der Jahresmiete gehandelt.

Eine stuckverzierte Fassade mit einer historischen Holztür, die in ein mit Ornamenten gestaltetes Treppenhaus mit Holztreppe führt: So zieht derzeit das bevorzugte Investment vieler Kapitalanleger aus. Zinshäuser sind beliebt wie nie.

Renaissance der Anlage in Wohnimmobilien

In Zeiten der Eurokrise und niedriger Kapitalmarktzinsen erlebt die Anlage in Wohnimmobilien in Deutschland eine ungeahnte Renaissance. Metropolen wie Berlin und Hamburg verzeichnen einen regelrechten Run in- und ausländischer Kaufinteressenten, der die Preisniveaus für Zinshäuser und andere Objekte in ungeahnte Höhen katapultiert hat.

“Aufgrund mangelnder Anlagealternativen an den Kapitalmärkten und der weiterhin niedrigen Zinsen für Staatsanleihen der wirtschaftlich starken Länder in Europa wenden sich viele Anleger der Immobilie als sicherheitsorientierter Anlage zu”, bestätigt Carsten Rieckhoff, Head of Research von Engel & Völkers Commercial, Hamburg.

“Wir beobachten seit drei bis vier Jahren einen deutlichen Anstieg bei der Nachfrage nach Zinshäusern durch Privatkunden. Die Käufer suchen eine sichere Sachwertanlage, um ihr Vermögen langfristig zu diversifizieren”, sekundiert Eva Grunwald, Leiterin Baufinanzierung bei der Deutschen Bank, Frankfurt.

Abschwächung des Preisschubs

Allerdings hat sich der Preisschub, der im vergangenen Jahr seinen Höhepunkt fand, nach Beobachtungen von Marktteilnehmern mittlerweile abgeschwächt. “Die Nachfrage nach Zinshäusern bleibt weiter auf einem hohen Niveau, wenn auch der Hype etwas abgekühlt ist. Die Preise steigen nicht mehr so rasant wie in den vergangenen Jahren”, erläutert Rieckhoff.

“Die Furcht vor Inflation, die noch vor zwei Jahren für viele Anleger ein starker Treiber war, ist nach unseren Beobachtungen geringer geworden. Käufer prüfen die Angebote inzwischen genauer und Objekte, für die sehr hohe Preise gefordert werden, sind länger in der Vermarktung.”

Run auf die Metropolen

Vor allem in den Metropolen hat die große Nachfrage nach Zinshäusern die Preise in den vergangenen zwei bis drei Jahren in schwindelerregende Höhen getrieben. “Anleger sehen eine Immobilieninvestition als sicheren Hafen und wollen daher in erster Linie in den guten Lagen der Metropolregionen investieren”, erläutert Grunwald. “Aber auch in vielen Nebenlagen und kleineren Städten bieten sich attraktive Anlagechancen.”

Zinshäuser

Kaufpreisfaktoren für Zinshäuser: In München kosten Zinshäuser in guten Lagen das 25-Fache der Jahresmiete.
Quelle: Engel & Völkers Commercial

Üblicherweise werden Preise für Zinshäuser als Vielfaches der Jahresmieteinnahme angegeben. Ein Objekt, das beispielsweise zum 16-Fachen der Jahresmiete zu erwerben ist, würde bei einer Gesamtfläche von 800 Quadratmetern und einer Miete von neun Euro pro Quadratmeter eine Jahresmiete von 86.400 Euro erzielen – der Kaufpreis läge somit bei 1,38 Millionen Euro.

Seite zwei: Hamburg und München an der Spitze

Weiter lesen: 1 2 3

Ihre Meinung



 

Versicherungen

Provinzial NordWest: Kerngesund und kraftvoll trotz Orkanschäden

Die Provinzial NordWest hat sich im vergangenen Geschäftsjahr 2018 erneut sehr erfolgreich als wachstums- und ertragsstarker Versicherungskonzern im Markt positioniert. Mit einem Anstieg der gebuchten Beitragseinnahmen um 3,4 % auf 3,46 Mrd. Euro wuchs der zweitgrößte öffentliche Versicherer deutlich über dem Marktdurchschnitt. Der Markt ist in der Schaden-, Unfall- und Lebensversicherung (inkl. Pensionskassen und Pensionsfonds) um 2,3 % gewachsen.

mehr ...

Immobilien

Immobilien: Wann der Käufer Schadensersatz fordern kann

Der vertragliche Haftungsausschluss ist kein Tor zur Narrenfreiheit: In seinem Urteil vom 9. Februar 2018 hat der Bundesgerichtshof geklärt, wann trotz eines vertraglich zugesicherten Haftungsausschlusses des Verkäufers ein Schadenersatzanspruch aufgrund von Sachmängeln bestehen kann (Az.: V ZR 274/16). Ein Beitrag von Philipp Takjas, McMakler

mehr ...

Investmentfonds

“Hoher Investitionsbedarf treibt die Kurse”

Aktien von Infrastrukturunternehmen gelten in Krisenzeiten als deutlich stabiler als der breite Markt. Warum das so ist und welche weitere Vorteile Investments in das Segment Infrastruktur bieten, erklärt Susanne Linhardt, Senior Portfolio Managerin Aktien bei Bantleon, im Gespräch mit Cash.

mehr ...

Berater

Erneut Kritik an der Grundrente durch die Union

Nach Überzeugung von CDU/CSU führt die Grundrente nach dem Konzept der SPD zu einer überproportionalen Besserstellung von Teilzeitbeschäftigten, bevorzugt Partnerschaften nach traditionellem Rollenmodell und sorgt für deutlich höhere Aufwertungen von Renten als im Koalitionsvertrag vorgesehen. Dies geht aus Berechnungen im Auftrag der Union hervor, die der Düsseldorfer “Rheinischen Post” vorliegen.

mehr ...

Sachwertanlagen

P&R: Insolvenzverwalter holt Immobilien vom Gründer zurück

Im Insolvenzverfahren über das Privatvermögen des Gründers des Container-Anbieters P&R wurde die erste Gläubigerversammlung abgehalten. Der Insolvenzverwalter konnte demnach Vermögenswerte sichern – wohl nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

mehr ...

Recht

BVK: Provisionsdeckel frühestens ab März 2020

Der von der Großen Koalition geplante Provisionsdeckel in der Lebensversicherung wird in diesem Jahr nicht mehr in Gesetzesform gegossen. Michael H. Heinz, Präsident des Bundesverbands deutscher Versicherungskaufleute (BVK), geht davon aus, dass das Gesetzesvorhaben nicht vor März 2020 umgesetzt wird. Das teilte er in einer Pressekonferenz des BVK in Kassel mit.

mehr ...