Gewerbeimmobilien: Märkte in Berlin und Ostdeutschland wachsen

Stabile Einzelhandelsmieten

Insbesondere Einzelhandelsimmobilien konnten vom allgemeinen Berlin-Boom profitieren, wie der zum Teil starke Mietpreisanstieg belegt. Bemerkenswert war die Steigerung der Spitzenmiete von knapp 40 Prozent bei größeren Flächen ab 150 Quadratmetern im Jahresvergleich: Sie kletterte in Toplagen von 180 Euro pro Quadratmeter im Jahr 2012 auf bis zu 250 Euro im Jahr 2013, so TLG.

Dabei verfügt keine andere deutsche Stadt über eine solche Vielzahl an starken Einzelhandelslagen wie Berlin. Neben dem Kurfürstendamm/Tauentzienstraße und der Friedrichstraße zählen auch die Steglitzer Schloßstraße, der Hackesche Markt, der Alexanderplatz sowie die Wilmersdorfer Straße zu Berlins gefragtesten Einzelhandelslagen.

Die Mieten in den ostdeutschen Wachstumszentren zeigten 2013 im Vergleich zum Vorjahr eine nahezu einheitliche Tendenz: Abgesehen von einzelnen Mietpreisrückgängen in Magdeburg, Erfurt und Jena bewegten sich die Preise auf einem stabilen Niveau, im Geschäftskern von Dresden und Leipzig konnten für größere Einzelhandelsflächen sogar Mietanstiege von bis zu 14 Prozent verzeichnet werden.

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Berliner Hotelimmobilien erleben Blütephase

Die wichtigen Hotelkennzahlen wie der Erlös pro verfügbarem Zimmer, der durchschnittlich erzielte Hotelzimmerpreis pro Nacht und die Auslastung konnten sowohl in Berlin als auch in den ostdeutschen Wachstumszentren in den letzten Jahren gesteigert werden, so die TLG.

In Berlin stieg der Erlös pro Zimmer zwischen 2010 und 2013 um 7,1 Prozent auf 63,64 Euro. Damit liegt er zwar immer noch unterhalb der Werte von München (96,11 Euro) und Frankfurt (83,15 Euro), jedoch zieht das starke Wachstum der Übernachtungszahlen Hoteliers und Projektentwickler gleichermaßen in die Hauptstadt. Im Jahr 2013 konnte mit knapp 27,0 Millionen Übernachtungen ein weiterer Rekord erreicht werden.

Zum Vergleich: München verzeichnete 2013 rund 12,9 Millionen Übernachtungen, Hamburg 11,6 Millionen. Für Berlin spricht zudem, dass die Nachfrage schneller als das wachsende Angebot steigt. Daher registrierte Berlin zwischen 2009 und 2012 einen kontinuierlichen Anstieg der Bettenauslastung – von 48,8 Prozent auf 53,2 Prozent.

Hotels in Leipzig steigern Auslastung

Auch am Hotelimmobilienmarkt der sieben ostdeutschen Großstädte geht es aufwärts: Die wichtigen Hotelkennzahlen sind seit 2008 an allen Standorten gestiegen. Im Vergleich besonders gute Ergebnisse erzielten die sächsischen Metropolen Leipzig und Dresden sowie die Hansestadt Rostock.

In Leipzig konnte 2013 eine Zimmerauslastung von 70 Prozent erreicht werden – der beste Wert einer ostdeutschen Großstadt überhaupt. Der Erlös pro verfügbarem Zimmer stieg von 39,21 Euro im Jahr 2008 auf 50,82 Euro im Jahr 2013, ein Plus um fast 30 Prozent. (st)

Foto: Shutterstock.com

 

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