Anzeige
16. Januar 2014, 09:11
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Logistikimmobilien: Nachfrage in die Höhe geschnellt

Das Volumen der Käufe am Markt für Logistikimmobilien ist nach Angaben von Colliers International Deutschland in 2013 um rund 40 Prozent gestiegen. Internationale Investoren zeichneten für rund die Hälfte des Volumens verantwortlich.

Logistikimmobilien

Das Wachstum im Online-Handel lässt auch die Nachfrage nach Logistikimmobilien in die Höhe schnellen.

Colliers International Deutschland errechnete für den deutschen Logistikinvestmentmarkt für das abgelaufene Jahr 2013 ein Transaktionsvolumen von knapp 2,3 Milliarden Euro. Dies sei das beste Ergebnis seit dem Jahr 2007. Die Steigerung gegenüber dem Vorjahr lag bei 40 Prozent, weshalb es an einigen Standorten zu einer Verteuerung im Spitzensegment gekommen sei.

“Logistik- und Industrieimmobilien waren mit einem Marktanteil von über sieben Prozent der bei Investoren drittbeliebteste Immobilientyp nach den Büro- und Einzelhandelsimmobilien. Insgesamt wurde bereits das vierte Jahr in Folge mehr Kapital in Logistikimmobilien investiert als im jeweiligen Vorjahr”, sagt Peter Kunz FRICS, Head of Industrial & Logistics bei Colliers International Deutschland.

Eine Milliarde Euro angelegtes Kapital internationaler Investoren

Mit gut einer Milliarde Euro entfiel laut Colliers fast die Hälfte (46 Prozent) des in Logistikimmobilien angelegten Kapitals auf internationale Investoren. Dies stelle verglichen mit dem gesamten Gewerbeinvestmentmarkt, an dem der Anteil internationaler Investoren bei rund 30 Prozent lag, ein überdurchschnittliches Ergebnis dar.

“Deutschland profitiert dabei von seinen in Europa vergleichsweise stabilen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Die hohe Mieternachfrage, die vor allem auf der breiten industriellen Basis Deutschlands einerseits und den Entwicklungen im (Online-)Handel basiert, sorgt für einen steten Bedarf an Lager- und Logistikflächen und damit attraktiven Investitionsobjekten”, so Kunz.

Höchste Nachfrage von institutionellen Kapitalsammelstellen

Fast 1,2 Milliarden Euro und damit mehr als die Hälfte (52 Prozent) des Transaktionsvolumens gingen laut Colliers in 2013 auf institutionelle Kapitalsammelstellen wie offene Immobilienfonds und vor allem Spezialfonds (29 Prozent) sowie Asset und Fund Manager (23 Prozent) zurück.

Auf Verkäuferseite seien Projektentwickler mit einem Verkaufsvolumen von 662 Millionen Euro und einem Marktanteil von 29 Prozent führend und gemeinsam mit den offenen Immobilienfonds und Spezialfonds sowie Corporates und Eigennutzern, die jeweils auf 19 Prozent Marktanteil kamen, für zwei Drittel des Transaktionsumsatzes verantwortlich.

Logistikimmobilien: Class-A-Objekte gefragt

Etwa 75 Prozent des Transaktionsvolumens entfielen laut Colliers auf Bestandsimmobilien. Ein Großteil davon sei in so genannte Class-A-Immobilien geflossen. Projektentwicklungen, Neubauten und Refurbishments hätten ihren Anteil am Transaktionsvolumen im Vergleich zum Vorjahr leicht auf 25 Prozent gesteigert.

Im Schnitt der sechs untersuchten Ballungszentren Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hamburg, München und Stuttgart lag die (Brutto-)Spitzenrendite laut Colliers bei 6,90 Prozent und damit rund 22 Basispunkte niedriger als vor zwölf Monaten. Für 2014 geht Colliers davon aus, dass das Transaktionsvolumen in Logistikimmobilien aufgrund des erwarteten Wirtschaftswachstums wieder die Marke von zwei Milliarden Euro überschreiten wird. (bk)

Foto: Shutterstock

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 05/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Arbeitskraftabsicherung – Private Equity – Büroflächenmangel – Datenschutz

Rendite+ 1/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Marktreport Sachwertanlagen – Windkraft – Vermögensanlagen – Bitcoin & Co.

Ab dem 22. März im Handel.

Versicherungen

Spahn kündigt weitere Anhebung der Pflegeversicherungsbeiträge an

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine weitere Anhebung der Beiträge zur Pflegeversicherung angekündigt. “Ich kann ihnen jetzt schon sagen: Wir werden in den nächsten Jahren die Beiträge nochmals erhöhen müssen”, sagte der CDU-Politiker in der ARD-Sendung “Maischberger”.

mehr ...

Immobilien

Umbauten am Haus: Anpassung der Police nicht vergessen

Wer am eigenen Heim Umbauten vornimmt, sollte an die Konsequenzen für die Wohngebäudeversicherung denken. Ansonsten könnte es im Schadensfall böse Überraschungen geben. Die Gothaer gibt Tipps, worauf Immobilieneigentümer achten sollten.

mehr ...

Investmentfonds

Wer die Finanzmärkte verstehen will, muss politisch denken

In den Print- und TV-Medien wird dramatisch mit viel Blut, Schweiß und Tränen gearbeitet. Man weiß natürlich, dass sich schlechte Nachrichten immer besser als gute verkaufen. Sie sorgen für Klicks und Quoten und locken Werbepartner an wie Licht die Mücken. Theoretisch bieten auch Kriegsangst, Zollangst und Zinsangst beste Drehbücher für den Zusammenbruch an den Finanzmärkten. Tatsächlich werden sie von nach Aufmerksamkeit heischenden Dramaturgen liebend gern benutzt. Aber sind sie in der Praxis wirklich untergangstauglich? Die Halver-Kolumne

mehr ...

Berater

Qualitypool bietet zwei neue Apps an

Der Maklerpool Qualitypool startet kostenlose Apps für seine Vertriebspartner und deren Endkunden. Die App “hQ – Das Partnercockpit” soll Vertriebspartner mit neuen Features unterstützen, Kunden erhalten die dazugehörige App “FinUp”, um ihre bestehenden Verträge und passende Angebote jederzeit einsehen zu können.

mehr ...

Sachwertanlagen

Patrizia gibt weiteren Publikumsfonds in den Vertrieb

Die Patrizia GrundInvest hat den Vertrieb ihres siebten Publikumsfonds gestartet. Er investiert in einer deutschen Tourismusregion. Zudem kündigt das Unternehmen vier weitere alternative Investmentfonds (AIFs) für Privatanleger noch für dieses Jahr an.

mehr ...

Recht

Bürgschaften sind keine nachträglichen Anschaffungen

Wird ein Gesellschafter im Insolvenzverfahren als Bürge für Verbindlichkeiten der Gesellschaft in Anspruch genommen, so kann er dies nicht mehr als nachträgliche Anschaffungskosten werten und somit auch nicht mehr steuermindernd geltend machen. Dies entschied der Bundesfinanzhof (BFH) in einem aktuellen Urteil (Aktenzeichen: IX R 36/15). Gastbeitrag von Holger Witteler, Kanzlei Husemann, Eickhoff, Salmen & Partner

mehr ...