Anzeige
8. Mai 2014, 15:00
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Wohnimmobilien: Preise sollen langsamer wachsen

Das Nachfragewachstum auf dem deutschen Wohnimmobilienmarkt hat nach einer aktuellen Erhebung der Landesbausparkassen den Zenit erreicht. Die Preise sollen dieses Jahr nur noch um rund drei Prozent wachsen.

Wohnung Shutterstock Gro 115941925 in Wohnimmobilien: Preise sollen langsamer wachsen

Laut LBS sind Eigentumswohnungen derzeit in Grünwald am teuersten.

“In diesem Jahr rechnen unsere Experten erstmals seit fünf Jahren wieder mit einem etwas geringeren Preisanstieg bis zum Jahresende”, so LBS-Verbandsdirektor Hartwig Hamm gestern bei der Vorstellung der Analyse “Markt für Wohnimmobilien 2014” in Berlin.

Hohe Preise im Süden

Im abgelaufenen Jahr wuchsen die Preise für Wohnimmobilien um mehr als fünf Prozent. Nach Angaben der LBS kosten Häuser und Eigentumswohnungen heute aber fast überall nicht viel mehr als im Jahr 2000. Nur im Süden schlage sich die hohe Nachfrage, die einem knappem Angebot gegenübersteht, mittlerweile in deutlich höheren Preisen nieder.

Aufholprozess läuft an

Abgesehen von dieser Region naht nach Einschätzung der LBS das Ende eines Aufholprozesses auf dem Wohnimmobilienmarkt, der in Deutschland nach vielen Jahren mit konstanten und teils rückläufigen Preisen erst sehr spät eingesetze. Der wachsende Wohnungsneubau schaffe perspektivisch Erleichterungen.

Einfamilienhäusern sind in München am teuersten

Enorme regionale Unterschiede gebe es nach wie vor bei den gebrauchten Einfamilienhäusern. An der Preisspitze bundesdeutscher Großstädte behauptet sich in diesem Bereich derzeit München. Die Angebotspreise bewegen sich dort bei rund 900.000 Euro und sind damit zehnmal so teuer als in einzelnen ostdeutschen Mittelstädten.

Hinter der bayerischen Landeshauptstadt folgen weitere süd- und südwestdeutsche Großstädte wie Regensburg (775.000 Euro), Stuttgart (700.000 Euro) und Freiburg (650.000 Euro).

Hohe Preise in Münchener Umlandgemeinden

Teils noch teurer sind Immobilien in attraktiven Umlandgemeinden. So weist der Münchener Nobel-Vorort Grünwald mit Preisen von 1,2 Millionen Euro für Einfamilienhäuser sogar den absoluten Rekord auf. Spitzenpreise gibt es nach Aussage der LBS auch in Regionen mit besonders reizvoller Landschaft. In Starnberg beispielsweise kostet ein Einfamilienhaus rund eine Million Euro, in Konstanz und Lindau 780.000 beziehungsweise 650.000 Euro.

Leipzig und Hannover sind bezahlbar

In manchen Städten sind Einfamilienhäuser aus dem Bestand aber auch günstig zu haben. In Leipzig, Hannover, Bremen, Dortmund und Dresden, aber auch in Berlin bewegen sich die Preise zwischen 220.000 und 280.000 Euro.

In einigen Großstädten liegt das Niveau sogar noch deutlich niedriger, beispielsweise in Halle und Magdeburg mit 160.000 beziehungsweise 180.000 Euro.

Preisniveau von neuen Reihenhäusern im Aufwärtstrend

Die Preise von Neubau-Reihenhäusern sind nach Auskunft der LBS-Experten zuletzt gestiegen, aber immer noch bezahlbar. In Westdeutschland befinden sie sich aktuell in Groß- und Mittelstädten bei rund 230.000 Euro, im Osten und Norden sogar unter 200.000 Euro. Lediglich im Süden signalisiere der auf 350.000 Euro gestiegene Durchschnittspreis vielerorts echte Engpässe: So koste ein neues Reihenhaus in München 690.000 Euro und in Regensburg 575.000 Euro.

In der Hälfte der Metropolen ab einer halben Million Einwohner rangierten die Angebotspreise allerdings immer noch bei durchschnittlich 250.000 Euro.

Ähnliche regionale Unterschiede gibt es laut LBS-Analyse bei gebrauchten Reihenhäusern, diese seien aber im Allgemeinen 20 Prozent billiger. “Vereinzelt sind sie aber – wegen häufig guter Lage – sogar genauso teuer wie Neubauten, etwa in Bonn”, fügt Hamm hinzu.

Seite zwei: Eigentumswohnungen sind in Grünwald am teuersten

Weiter lesen: 1 2

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Falling down: Wer haftet bei rutschigen Bürgersteigen?

Der Herbst und das liebe Laub. Was im Sonnenschein auf den Bäumen noch schön aussieht, kann am Boden schnell zur Gefahr werden. Wird Laub nicht beseitigt und führt zu Unfälle, kann’s teuer werden. Mal ganz abgesehen von dem drohenden Ärger mit der Justiz. Worauf Mieter und Hausbesitzer jetzt achten sollten.

mehr ...

Immobilien

Ist die Angst vor einer Immobilienblase begründet?

Immer öfter wird vor einer Immobilienblase in Deutschland gewarnt. Zu Unrecht, sagt Stephan Scharfenorth von Baufi24. Immobilieneigentümer und Interessenten sollten sich nicht verunsichern lassen, denn es gebe gleich mehrere Indikatoren, die gegen eine Übertreibung an den Immobilienmärkten sprechen.

mehr ...

Investmentfonds

Aufstieg der ETFs

Exchange Traded Funds (ETF) werden bei den Deutschen immer beliebter. Das in ETFs verwaltete Kapital ist in zehn Jahren um über 560 Prozent gestiegen. Doch noch immer ist die Investitionsquote in Deutschland insgesamt sehr gering.

mehr ...

Berater

Kfz-Versicherung: Welche Merkmale den Tarif in die Höhe treiben

Was treibt den Preis einer Kfz-Versicherung in die Höhe? Und wie lässt sich der Preis am stärksten reduzieren? Die Antworten liefert ein aktueller Vergleich des Online-Portals Check24.

mehr ...

Sachwertanlagen

Beförderungs-Quartett bei ThomasLloyd

Das Geschäft der ThomasLloyd Gruppe wächst immer weiter. Das macht auch neue Führungskräfte notwendig. Gleich vier Mitarbeiter auf einmal konnten sich in dieser Woche über Beförderungen zum Managing Director freuen.

mehr ...

Recht

Wohin mit Nachbars Laub? Ab über die Hecke!

Der Indian Summer begeistert mit rot-, gold- und braungefärbten Blättern. Doch wenn die Laubmassen zusammengekehrt und entsorgt werden müssen, kommt schnell mal schlechte Laune auf – besonders, wenn es sich Nachbars Laubgut handelt. Muss man sich darum kümmern?

mehr ...