Anzeige
28. Mai 2015, 08:51
Teilen bei: Ihren XING-Kontakten zeigen | Ihren XING-Kontakten zeigen

Keine Angst vor B-Städten

Investoren erwirtschaften in B-Städten oft höhere Renditen als in A-Städten – mit vergleichbarem Risiko. Trotzdem meiden viele Anleger kleine Städte. Die Gründe sind vielfältig.

Gastbeitrag von Ulrich Jacke, Dr. Lübke & Kelber GmbH

Herr-Jacke Dr Luebke Kelber1 in Keine Angst vor B-Städten

“Nicht etwa Berlin, Hamburg oder München zählen laut einer Analyse derzeit zu den attraktivsten Standorten in Deutschland, sondern Bonn, Fulda und Wolfsburg.”

Dass B-Städte häufig bei vergleichbarem Risiko bessere Renditen als A-Städte bieten, hat sich herumgesprochen. Dennoch scheuen sich viele Investoren davor, in B-Städten zu investieren und bevorzugen A-Städte. Das hat verschiedene Gründe.

1. Stabilität der Märkte

A-Städte gelten allgemein als sehr liquide, transparent, krisenfest und stabil. Insbesondere die dauerhaft unterstellte gute Liquiditätsausstattung dieser Märkte, die für die Umsetzung der künftigen Exitstrategien bedeutsam ist, motiviert Investoren zusätzlich. Bei B-Städten wird diese Liquiditätsausstattung häufiger in Frage gestellt.

2. Gute Datenlage

Für A-Städte liefert jeder größere Immobiliendienstleister regelmäßig Reports zum Investment- und Mietmarkt. In B-Städten ist die Datenlage eher mau. Aufgrund der gut verfügbaren Marktdaten können Renditeerwartungen in A-Städten vermeintlich leichter beurteilt werden als es bei kleineren Standorten der Fall ist.

3. A-Städte bieten große Portfolios

Institutionellen Marktteilnehmern bietet die Größe ihrer Wohnungsmärkte zudem die Gelegenheit, auch sehr großvolumige Investitionen durchzuführen. Der Vorteil: Die hohe Bestandsdichte ermöglicht ein effizientes und räumlich überschaubares Asset Management. Die Immobilienhochburgen gelten daher vielen Investoren weiterhin als alternativlos. Ob dabei die Renditeerwartung auch in einem ausgewogenen Verhältnis zum Risiko steht, wird dabei kaum hinterfragt.

Sinkende Renditen in A-Städten

Wer jedoch versucht, allein aufgrund jüngster Erfahrungen auf zukünftige Renditechancen zu schließen, kann schnell das Nachsehen haben. Dies gilt besonders und gerade für die A-Städte. Dort ist zu beobachten, dass die Anfangsrenditen zusehends sinken, weil ein erheblicher Kapitaldruck auf ein mittlerweile sehr geringes Angebot trifft und zukünftige Wertsteigerungen bereits vollends eingepreist sind.

Wie bei allen Investitionen gilt jedoch: Im Einkauf liegt der Gewinn. Je teurer sich eine Immobilie erwerben lässt, umso geringer ist die zu erwartende Rendite.

Seite zwei: Risiken im Blick haben

Weiter lesen: 1 2 3

Newsletter bestellen Alle News zu Objekten, Standorten und Finanzierungen... werktags 16.30 Uhr!

Ihre Meinung



Cash.Aktuell

Cash. 11/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Megatrend Demografie – Indizes – Naturgefahren – Maklerpools

Ab dem 16. Oktober im Handel.

Cash.Special 3/2018

Inhaltsverzeichnis Einzelausgabe bestellen Cash. abonnieren

Themen der Ausgabe:

Riester-Rente – bAV – PKV – Bedarfsanalyse

Ab dem 22. Oktober im Handel.

Versicherungen

Kfz-Ersatzteile: GDV sieht “monopolartige” Strukuren

Bemerkenswerte Preisentwicklung bei Kfz-Ersatzteilen: So sind etwa Rückleuchten, Motorhauben und Windschutzscheiben in den letzten zwölf Monaten erneut deutlich teurer geworden. Von August 2017 bis August 2018 im Schnitt um vier Prozent, Scheinwerfer sogar um sieben Prozent. Das geht aus einer GDV-Auswertung der Schadenkalkulations-Datenbank Audatex hervor.

mehr ...

Immobilien

Energieeffizientes Bauen zahlt sich nicht immer aus

Energieeffizientes Bauen entlastet den Geldbeutel privater Bauherren – was Politik und Hersteller häufig versprechen, trifft in der Praxis nicht immer zu. Die Verbraucherschutzorganisation nennt Tipps, damit sich Energiemaßnahmen wirklich lohnen.

mehr ...

Investmentfonds

So behalten Sie den Überblick über ihr Depot

Chaos im Depot, einseitige Anlagestrategie oder noch gar kein Depot? Wer sein Depot aufräumen oder neu aufbauen will, muss wissen wie. Dafür hat Stiftung Warentest eine Anleitung in vier Schritten erstellt und eine Übersicht über 18.000 Fonds und ETFs.

mehr ...

Berater

Keine Angst trotz Provisionsdeckel

Das nennt man wohl ein Remis: 47,2 Prozent der Mitgliedsunternehmen des Bundesverbands Deutscher Versicherungsmakler (BDVM) gehen davon aus, dass die Auswirkungen eines Provisionsdeckels sie kaum treffen würde. Dagegen erwarten 30,3 Prozent spürbare Auswirkungen, für 22,5 Prozent wäre es hart oder sehr hart. Dies ist das Ergebnis einer Umfrage des Verbands.

mehr ...

Sachwertanlagen

Neuer Spezial-AIF von d.i.i.

Die d.i.i. Investment GmbH hat mit dem “d.i.i. 10” einen weiteren geschlossenen Immobilien-Spezial-AIF aufgelegt. Der neue Fonds richtet sich an Family Offices, vermögende private Investoren und Stiftungen.

mehr ...

Recht

Mietrecht: Was da ist, muss bleiben

Sind bei der Besichtigung einer Mietwohnung noch Gegenstände oder Einbauten des bereits ausgezogenen Vormieters vorhanden, kann der neue Mieter verlangen, dass diese auch bleiben. Macht der Vermieter den Mieter nicht ausdrücklich darauf aufmerksam, dass ein Gegenstand nicht zur Wohnungsausstattung gehört, schließt ihn der Mietvertrag automatisch mit ein. So entschied laut D.A.S. Rechtsschutz Leistungs-GmbH das Amtsgericht Nürnberg hinsichtlich einer vom Vormieter zurückgelassenen Markise.

mehr ...